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250 Wohneinheiten geplant

Wohnquartier soll auf Güterbahnhof-Süd entstehen

DORTMUND In gut drei Jahren könnte Dortmunds Innenstadt um ein Wohnviertel reicher sein. Denn in die Entwicklung des früheren Südbahnhof-Geländes kommt Bewegung: Die Bergkamener Firma Beta will die langgehegten Pläne für das "Kronprinzenviertel" mit bis zu 250 Wohneinheiten verwirklichen. Wie beantworten die sechs wichtigsten Fragen zu den Plänen.

Wohnquartier soll auf Güterbahnhof-Süd entstehen

Das frühere Südbahnhof-Gelände erstreckt sich hinter dem Wasserturm am Heiligen Weg zwischen der Kronprinzenstraße (links) und der Trasse der S-Bahn-Linie 4 (rechte Bildmitte). Dahinter liegt das Areal des Großmarkts (rechts).

Schon vor zehn Jahren hatte ein städtebauliches Konzept des Herdecker Planungsbüros Pesch und Partner den Rahmen für die Entwicklung abgesteckt. Entlang der Bahngleise soll auf der zehn Hektar großen Fläche ein neues Wohnviertel entstehen. Dass die Entwicklung danach nur sehr schleppend vorankam, hat mit einem Lärmschutz-Problem zu tun. Denn unmittelbar südlich des geplanten Wohnquartiers liegt der Großmarkt, auf dem vor allem nachts viel Betrieb ist.

Jetzt soll eine bis zu zehn Meter hohe Lärmschutzwand entlang der S-Bahn-Gleise die ungestörte Nachtruhe der künftigen Anwohner garantieren. „Wir sind zuversichtlich, dass das funktioniert“, stellt Planungsamtsleiter Ludger Wilde fest. Genauso sieht es Dirk Salewski, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Beta aus Bergkamen, die schon auf dem Güterbahnhof-Ost-Gelände, am Phoenix-See und auf dem Hohenbuschei-Areal investiert hat.

Am alten Südbahnhof will Salewski jetzt nach dem Kauf des Geländes vom bisherigen Eigentümer Aurelis zehn Hektar aus einem Guss entwickeln – vorwiegend mit Einfamilienhäusern und Doppelhaus-Hälften. Aber auch Service-Wohnen für Senioren oder Miet-Reihenhäuser für kinderreiche Familien gehören zum Konzept. So soll auch die Forderung der Politik nach öffentlich gefördertem Wohnungsbau erfüllt werden. „Wir wollen einen integrierten Standort für alle Generationen schaffen“, kündigt Salewski an.

Die Politik wird sich in den nächsten Monaten ausgiebig mit dem Vorhaben befassen, um die Aufstellung des Bebauungsplans auf den Weg zu bringen. Eine Rolle wird dabei sicherlich die Verkehrsanbindung spielen. Die einzige Zufahrt ist in Höhe des Wasserturms über den Heiligen Weg vorgesehen. Außerdem soll es einen Rad- und Fußweg geben, der vom höher gelegenen Bahnareal direkt zur Kronprinzenstraße führt – als Anbindung an das Kaiserstraßenviertel mit seinen Schulen und Geschäften. 

Eine Kindertagesstätte soll auf dem Südbahnhof-Areal selbst nahe des ehemaligen Wasserturms entstehen. Platz für einen Spielplatz ist auf einem Anger, der als 2500 Quadratmeter große Grünfläche das Zentrum des Kronprinzenviertels bilden soll. Erhalten bleibt in jedem Fall der grüne Saum mit den bestehenden Bäumen im Norden als Abgrenzung zu den Wohnhäusern an der Kronprinzenstraße. „Wir wollen das Grün erhalten. Es stellt auch ein Stück Qualität für das ganze Quartier dar“, betont Salewski.

2012/13 hatte die frühere Bahntochter Aurelis als bisherige Grundstückseigentümerin die alten Bahnhofsgebäude abreißen lassen. Wenn das Bebauungsplan-Verfahren bis 2016 abgeschlossen werden kann, können die Bagger für das Bodenmanagement anrücken. Gut ein Meter alter Boden wird abgetragen, neuer Boden aufgebracht. 2017 könnte dann mit dem Hausbau begonnen werden.

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