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Zahnärztinnen wechseln Kittel und Kostüm

Es gibt sie! Geschwister, die gerne teilen. Beruflich wie privat. Den Job, das Hobby, die Wohnung. Monika (27) und Magdalena (31) Kolski schwingen beide als Zahnärztinnen den Bohrer und in der Freizeit die Beine beim Show-Tanz.

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Mit "Dolls alive" ertanzte sich die Formation Per Se! als lebende Puppen den Vizetitel bei den Deutschen Meisterschaften.

Die Schwestern Monika (27) (l.) und Magdalena Kolski (31) teilen als Zahnärztinnen nicht nur eine Gemeinschaftspraxis in Westerfilde, sondern auch die Liebe zum Show-Tanz. Reminghorst

Die Schwestern, die seit Anfang des Jahres eine Gemeinschaftspraxis in Westerfilde betreiben, dürften zu den gelenkigsten Zahnärzten der Republik zählen. Während viele Männer ihrer Zunft Loch fixiert sind - im Gebiss wie auf dem Golfplatz - tanzen Monika und Magdalena Kolski aus der Reihe. Die beiden Musterschülerinnen - beide übersprangen die 11. Klasse und absolvierten in elf Semestern ihr Studium an der Universität Witten-Herdecke - sind erfolgreiche Show-Tänzerinnen.

Vize-Meisterschaft

Mit der Formation "Per Se!" aus Marl, wo sie aufwuchsen, tanzen sie seit über zehn Jahren in der 1. Bundesliga im Show Dance und feiern bemerkenswerte Erfolge. Bei den Deutschen Meisterschaften vor wenigen Wochen errangen sie als "lebende Puppen" den Vize-Meistertitel. Auch bei der Weltmeisterschaft im sächsischen Riesa nahe Dresden machten sie angesichts einer durchgedrillten Konkurrenz aus Russland eine gute Figur und belegten unter 30 Formationen den 13. Platz.

Viel Akrobatik

"Unsere Patienten fiebern immer mit, wenn wir zu Wettbewerben fahren", erzählt Monika Kolski. Einer von ihnen fungiert sogar als Maskottchen. Zweimal die Woche bis zu vier Stunden übt die 30-köpfige Formation, vor Wettbewerben noch häufiger. Dann tauschen die Zahnärztinnen den schlichten Kittel gegen das schrille Kostüm, trainieren Hebefiguren und feilen an ihrer Tanztechnik. "Show Dance bedeutet viel Akrobatik", betont Monika Kolski, die auch als Solistin erfolgreich ist.

Ein Kraft zehrendes Hobby, zumal die Zahnarzt-Schwestern abends oft auf dem Zahnfleisch gehen. "Wir versorgen durchschnittlich 50 Patienten am Tag, stehen zwölf Stunden am Behandlungsstuhl", rechnet Magdalena Kolski nach.

Auf den Spagat zwischen Beruf und Hobby mögen die durchtrainierten Damen dennoch nicht verzichten. "Tanzen gehört zu unserem Leben", betonen Monika und Magdalena Kolski im Chor. Eine Passion, die schon in jungen Jahren reifte.

Im zarten Alter von vier Jahren tänzelten beide Kolskis im Tütü zum Ballettunterricht. Bei einem einjährigen Englandaufenthalt studierten beide an der Royal Academy of Dancing in Nottingham.

Wenn die ledigen Schwestern, die auch zusammen wohnen, nicht am Behandlungsstuhl oder auf der Bühne stehen, fühlen sie gerne mal der Dortmunder Gastronomie-Szene auf den Zahn. Magdalena: "Wir gehen gerne ins Kreuzviertel" oder "auch mal in einen schönen Club, zum Tanzen", assistiert die "kleine" Schwester Monika. Ganz locker, versteht sich, nur so zum "Glieder ausschütteln".

Steffi Tenhaven

www.perse-web.de

www.kolski-kolski.de

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