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Spielvereinigung Berghofen

Zum 100. Geburtstag ein Kunstrasenplatz als Geschenk

BERGHOFEN 100 Jahre nach dem ersten Kick auf einem Acker war auf dem Aschenplatz der Spielvereinigung Berghofen am Samstag (16.6.) der Anpfiff für zahlreiche Termine im Jubiläumsjahr zu hören. Im Herbst gönnen sich die Berghofer ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk.

Zum 100. Geburtstag ein Kunstrasenplatz als Geschenk

Der erste Vorsitzende Kay Seeger führte Gäste am Samstag über die Baustelle, wo eine neue Zufahrt zum Sportplatz entsteht, bevor die Arbeiten für die Kunstrasenanlage beginnen.

Eine Kunstrasenanlage. Mit Eigenkapital, "Muskelhypothek" und einem Zuschuss über 50 000 Euro von der Bezirksvertretung in Aplerbeck sowie 20 000 Euro aus dem Etat der Sportförderpauschale des Landes NRW steuert die Spielvereinigung jetzt aufs Ziel zu. Die Baumaschinen stehen schon bereit. Im Herbst 2012 soll die Asche in die Vereinsgeschichte einziehen. "Der Termin ist eine echte Punktlandung im Jubiläumsjahr", so der Vorsitzende Kay Seeger im Vereinsheim.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau und der Landesbeautragte der Aplerbecker Bezirksvertretung, Sascha Mader, würdigten die Initiative der SV Berghofen während einer Feierstunde und bei einer Baustellenbesichtigung am Samstag. "Die Stadt hat oft Post aus Berghofen bekommen", so Sierau über das unübersehbare Engagement eines offensives Vorstands und seiner Mitglieder. Doch der Verein habe mit seiner Kunstraseninitiative nicht nur die Hand aufgehalten, sondern auch in die Hände gespuckt. Sascha Mader: "Sie sind der Politik auf die Nerven gegangen, haben zu den Gesprächen aber nicht nur Probleme mitgebracht, sondern auch die Chancen genannt, mit denen diese Probleme zu lösen sind."

Wie viele Vereine lebt auch die 1912 gegründete Spielvereinigung nicht nur von Aufstiegen und vorderen Tabellenplätzen, sondern auch vom tatkräftigen Ehrenamt. Das zu koordinieren ist die Aufgabe der Vorstandsmitglieder. Einer dieser Funktionäre ist Werner Brune, den der Verein inzwischen zum Ehrenvorsitzenden ernannt hat. Nur ein Beispiel für sichtbare Erfolge ist die alte Flutlichtanlage. "Die Stahlmasten haben wir in den 60er Jahren zum Schrottpreis bei Karl Hoesch gekauft und selbst aufgebaut. Sie steht heute noch", so Brune über die senkrechte Stabilität des Vereins.

Augenzwinkernd blickte der Ehrenvorsitzende in die Vereinsgeschichte zurück. "Alles lief wie am Schnürchen - bis uns im Jahre 1990 mehrere Damen mitgeteilt hatten, dass fortan auch sie Fußball spielen wollen." Von da an kommt eine gewisse Dynamik in die Chronik. Die Mädchen- und Damen-Teams feierten einen Aufstieg nach dem anderen und kämpften zuletzt am 17. Juni bei einem Auswärtsspiel in Bochum um den Aufstieg in die Regionalliga. Und die U17-Mädchen wollen in die Bezirksliga wechseln.

Mit Aufstiegs-Szenarien und Kunstrasen-Initiativen ist das aktuelle Vereinsleben jedoch nicht umfassend beschrieben. Auch die Sanitäranlagen und die Kabinengebäude möchte der Verein möglichst schnell sanieren. Vereinsmitglied Mathias Scherff (der von Radio 91.2) dankte deshalb den früheren und aktiven Vorständen, die "mit Überzeugungskraft" viele Mitglieder "mitgezogen" hätten. Früher wurden Spieler mit bezahlbarem Wohnraum oder mit Arbeitsplätzen "eingekauft". Heute ist neben Eigenkapital für Kunstrasen-Quadratmeter auch aktive Mitarbeit auf den Baustellen gefragt.

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