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Freie evangelische Gemeinde

Zum 100-Jährigen gab's Arbeit für die Lachmuskeln

KÖRNE Wer 100 Jahre alt wird, hat allen Grund zu feiern. Und das tat die Freie evangelische Gemeinde (FeG) ausgiebig. Das Team um Pastor Rolf Cyrus holte sich das Comedy-Duo Superzwei an den Körner Hellweg. Da gab es richtig was zu tun für die Lachmuskeln des Publikums.

Zum 100-Jährigen gab's Arbeit für die Lachmuskeln

Kam beim Publikum gut an: das Comedy-Duo Superzwei.

Bereits am Nachmittag war die Gemeinde mit einem Stand bei „Körne blüht auf“ vertreten – am Abend war dann das Gemeindezentrum beim Besuch der Comedyband gut gefüllt.

„Wir haben uns bewusst dafür entschieden, ein Angebot für die Leute um uns herum zu bieten“, sagte Pastor Cyrus: „Als Gemeinde muss man mit den Bürgern in Kontakt treten und im Stadtteil für sie präsent sein.“ So kam es, dass einige neue Gesichter unter den Besuchern am Abend waren, die schon lange in keinem Gotteshaus mehr waren und staunten, was man aus einem alten Tapetenhandel wie dem am Körner Hellweg 6 machen kann.

Die Helfer der Gemeinde hatten alle Hände voll zu tun, den Neulingen die Fotoausstellungen und den Rest des Zentrums zu zeigen: „Wir als Gemeinde wollen den Leuten das schöne Gemeindezentrum auch zur Verfügung stellen“, sagte Cyrus. Mit dem Programm „Meister der Herzen“ zog das Duo Superzwei schon im Vorfeld die Sympathien der Borussen-Fans auf ihre Seite und stellte im ersten Lied klar: „Wir wären gern ne Band, sind aber nur zu zweit“.

Selbstironie, flotte Melodien und durchdachte Texte machen Jay und Schmittie – im echten Leben Sozialpädagoge und Lehrer – zu waschechten Entertainern. Schon seit 25 Jahren touren die beiden Hessen unter dem Motto „Musikblödsinn mit Tiefgang“ durch das ganze deutschsprachige Gebiet. Auch in Körne fanden sich so tatsächlich ein paar textsichere Besucher, die mitsingen konnten.  Egal ob verkleidet als Hausfrau Helga oder mit Bassgitarre zum Rock’n’Roll machten beide immer eine gute Figur. Die Besucher mussten aber ein hartes Fell mitbringen; zwar rissen die Superzwei mehr Witze über einander, allerdings musste auch das Publikum ab und an mal einstecken: „Gottes Bodenpersonal“ wurde im Gemeindehaus genauso mit Augenzwinkern besungen wie der Song „Männer haben keine Regel, Männer haben Recht“.

Das Thema Kirche stand generell im Mittelpunkt, schließlich wurde der Geburtstag der FeG gefeiert: „Neulich kam einer mit brennender Zigarette in die Kirche“, erinnerte sich Schmittie fassungslos: „Da wäre mir fast das Bier aus der Hand gefallen.“ 

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