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Zusammen einfach stärker

Marten Das Unwetter und die Hochwasser-Katastrophe haben Marten verändert. Die Folgen sind überall sichtbar. Eins hat das Ereignis ebenfalls bewirkt: Die Martener kämpfen um ihre Existenz.

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Heiko Ostwinkel warb für die neue Bürgerinitiative.

Die Bürgerversammlung besuchten rund 180 Martener. Auf einem Flugblatt konnten sie sich in die Mitgliederliste der neu gegründeten Bürgerinitiative "Flutopfer-Hilfe Dortmund-Marten" eintragen. RN-Fotos Schütze

Während der Bürgerversammlung am Montagabend im Gemeindezentrum Heilige Familie traten viele der rund 180 Anwesenden spontan der neu gegründeten Bürgerinitiative "Flutopfer-Hilfe Dortmund-Marten" bei. Einer der Sprecher, Heiko Ostwinkel, wies auf die ausliegenden Mitgliederlisten hin: "Wir müssen alle zusammenstehen."

Es gehe darum, gegenüber den Verantwortlichen - gemeint sind die Emschergenossenschaft und die Stadt - geschlossen aufzutreten. Es müsse aber auch gelingen, für Marten - ähnlich wie beim Oderhochwasser - Bundes- bzw. Landesmittel zu bekommen.

Klageweg erwogen

Die Gründung der Bürgerinitiative wird wohl nicht die einzige Reaktion sein. So kristallisierte sich während der Bürgerversammlung heraus, dass nicht wenige den Klageweg gegen die Verantwortlichen in Erwägung ziehen. Immer wieder tauchte der Name "Emschergenossenschaft" auf, wenn es darum ging, den "Schwarzen Peter" zu verteilen. Beispiele: "Die kneifen doch", sagte ein Bürger, als der Moderator der Versammlung, Pfarrer Michael Vogt, mitteilte, dass die Stadt und die Emschergenossenschaft deshalb keinen Vertreter geschickt hätten, weil sie eine eigene Infoveranstaltung planten. "Während der Katastrophe haben wir keine Hilfe bekommen, weder von der Stadt, noch von der Emschergenossenschaft", beschwerte sich eine andere Martenerin. Maßnahmen zur Sicherung der hochwassergefährdeten Bereiche in Marten forderten weitere Bürger von der Emschergenossenschaft. Viele fragten sich: "Wann wird es wieder passieren?"

In der Kritik stand aber auch die Arbeitsgemeinschaft Martener Vereine. Dass sie das MaVoFe am Sonntag und Montag weiter laufen ließ, stieß vielen sauer auf. Einer der Gründe: "Kirmesbesucher haben in unserer Straße geparkt und haben dann ein bisschen Katastrophe geguckt", rief eine der vom Hochwasser Betroffenen.

Schäden am Mobiliar

Viele der Fragen drehten sich aber auch um das Thema "Wer kommt für die Kosten auf, die ich durch das Wasser in Keller und Wohnung habe?" Rechtsanwalt Manfred Hüttemann erklärte, dass die Hauseigentümer zwar für die Schäden an der Bausubstanz gerade stehen müssen, nicht aber für Schäden am Mobiliar. Die müssten die Mieter tragen.

Allerdings sei Mietminderung angebracht, wenn die Wohnung wegen der Wasserschäden teilweise oder ganz nicht zu nutzen sei. Bre

Heute Abend beginnt um 19 Uhr in der Gaststätte "Zum Treffpunkt", Vorstenstraße 1, eine Infoveranstaltung, in der ein Rechtsanwalt Chancen und Risiken einer Sammelklage gegen die Emschergenossenschaft darlegen wird.

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