Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Ein Quilter schludert nicht

Witten „Jeder Quilt ist auch ein Stück Erinnerung“, sagt Jutta Haack, und man fühlt, was sie meint. Seit sie dem Hobby des Patchworkens verfallen ist, steckt sie ihr ganzes Herzblut hinein.

/
Jutta Haack mit Quilt.

Einer der Quilte.

Jeder Quilt hat seine eigene Entstehungs-Geschichte, ist ein farbliches Unikat seiner Schöpferin. Und so gibt es zu allen Stücken, die Jutta Haack seit sechs Jahren fertigt, viel zu erzählen.

Über Farbe, Form, Muster und Technik. „Wer einmal an die Nadel kommt, bleibt dran“, ist sie vom Suchtfaktor ihres Hobbys überzeugt. „Es gibt ja nichts, was man nicht in Stoff ausarbeiten könnte. Man kann der Fantasie so richtig freien Lauf lassen“, schwärmt die 59-Jährige.

„In Amerika gibt´s Experten, die fertigen sogar Portraits an und man merkt gar nicht, dass sie aus Stoff sind“, spricht Jutta Haack respektvoll von der „upper class“ der Quilter. Sie selbst bewege sich langsam aufs Mittelfeld zu, ordnet sie ihr handwerkliches Können bescheiden ein.

Arbeiten dauern teilweise ein halbes Jahr

Auf Anregung der Tochter kam sie vor sechs Jahren zum Quilten und seither gibt´s nichts anderes mehr. Auch zur Zufriedenheit von Ehemann Jürgen und der ganzen Verwandtschaft, schließlich profitieren sie von der Produktion. An die 70 Teile hat die fingerfertige Dame schon geschaffen, darunter auch schöne Kuscheldecken fürs Sofa oder für die Babywiege.

Für die ein oder andere Arbeit kann dann auch schon mal ein halbes Jahr ins Land gehen. Denn schludrig gearbeitet wird nicht bei Jutta Haack: „Sonst leidet das Werk.“ Von der Klasse ihrer Fertigkeit konnten sich jüngst auch die Besucher der Ikebana-Ausstellung im Haus Witten ein Bild machen, wo Jutta Haack ebenfalls japanische Blumensteckkunst präsentierte.

Nähen eigener Kleidung und Ikebana nebenher

Dort zeigte sie einen Rosenquilt, der ihr Gesteck noch wirkungsvoller zur Geltung kommen ließ. Aber Ikebana macht sie nur so nebenher, ebenso wie das Nähen eigener Kleidungsstücke.

Berge von Stoffen türmen sich bei der 59-Jährigen. Selbst alte Krawatten kommen zum Einsatz. „Ein Quilter wirft nichts weg“, sagt Jutta Haack, die sich im Internet mit Gleichgesinnten austauscht und sich im September einen Herzenswunsch erfüllte, als sie zur Quilt-Ausstellung ins Elsaß fuhr. Dort wie auch im Quilt-Forum holt sie sich Anregungen und vervollkommnet ihr Können.

So wagt sie sich auch an Techniken wie das japanische Sashiko-Quilten oder die Atarashii-Falttechnik. Reizvoll sind auch die so genannten Swap-Quilte, die von mehreren Frauen quasi im Ringtausch gefertigt werden. Wen wundert´s bei solchem Quilt-Fieber, dass mittlerweile auch der Weihnachtsbaum im Hause Haack Stoff-Sterne trägt?

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Foto-Aktion

Wir suchen die schönsten Herbstbilder der Region

Dortmund Stimmungsvoller Frühnebel, leuchtende Wälder und strahlende Sonnenstunden - der Herbst in der Region zeigt sich in all seinen Facetten. Und Sie halten die schönsten Augenblicke mit der Kamera fest? Dann schicken Sie uns die Bilder und wir veröffentlichen sie in einer Fotostrecke!mehr...

Spielplatz in Witten

Passanten treffen auf Zwei-Meter-Schlange

WITTEN Eigentlich ist der Spielplatz am Nöcksken in Vormholz ein ziemlich friedlicher, unauffälliger Ort. Ein paar Passanten staunten allerdings nicht schlecht, als sie neben Klettergerüst und Wald plötzlich auf eine zwei Meter lange Boa stießen.mehr...

Siegerzeit 53 Sekunden

Wettbewerb der Spargelschäler

WITTEN Markt-Treiben, blauer Himmel, was will man mehr? Da gibt´s was: Am Samstag wurde auf dem Rathausplatz der stadtbeste Spargelschäler ermittelt.mehr...

Lok Witten

Unglück an der Zugspitze: Veranstalter von Staatsanwaltschaft vernommen

MÜNCHEN/WITTEN Der Tod der beiden Männer bei dem Extrem-Berglauf auf die Zugspitze am Sonntag geht vor allem auf Unterkühlung der Sportler zurück. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag nach der Obduktion mit. Jetzt trauern die Wittener Sportskameraden des verstorbenen Uwe Moldenhauer um ihn. Unterdessen wurde der Veranstalter als Zeuge vernommen.mehr...

Lok Witten

Wittener stirbt bei Extrem-Berglauf auf der Zugspitze

GARMISCH-PARTENKIRCHEN/WITTEN Tödliches Drama auf der Zugspitze: Bei einem Extrem-Berglauf sind am Sonntag zwei Männer ums Leben gekommen, darunter ein 41-jähriger Mann aus Witten. Mit Bestürzung reagierten die Verantwortlichen des Triathlon Team Witten, als sie vom Tod des Vereinsmitglieds Uwe M. erfuhren. Es war der erste Berglauf für den Marathonläufer. Einer seiner Teamkollegen war aufgrund des schlechten Wetters zuvor umgedreht.mehr...

Lok Witten

Männergesangsverein "Deutsche Eiche" hat Nachwuchssorgen

BUCHHOLZ „Wenn ich mal eine Durchhänger habe, geht es mir nach zwei Stunden Probe gleich viel besser“ wirbt Josef Lutz, der zweite Vorsitzende des Männergesangvereins (MGV) „Deutsche Eiche“ 1880 Hammertal, für das Chorsingen.mehr...