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Ein emotionaler Waldspaziergang durch das Laerholz

QUERENBURG Die Gemüter waren erhitzt, als Marcel Möller, Stadtförster, und Ulrich Hinzmann vom Umwelt- und Grünflächenamt die Bürger über bereits gelaufene und noch geplante Durchforstungsarbeiten im Laerholz informierten. Die Arbeiten zwischen Learholzstraße und Waldsportplatz im Frühjahr dieses Jahres hatten zu Kopfschütteln in der Öffentlichkeit geführt.

Ein emotionaler Waldspaziergang durch das Laerholz

Stadtförster Marcel Möller hatte Mühe, den Ärger der Bürger und Bürgerinnen zu mindern.

Die Durchforstungsmaßnahmen werden im Herbst dieses Jahres fortgeführt. Wann genau ist unklar. "Wenn das Laub von den Bäumen gefallen ist", erklärte Marcel Möller. Schließlich seien die noch ausstehenden Arbeiten von der Witterung abhängig. Hand anlegen werden Forstwirte der Stadt, ein Fremdunternehmen ist für den Abtransport der gefällten Bäume zuständig.

Verarbeitung

"Das gefällte Holz wird verkauft und zu Brennholz, Papier oder Spanplatte verarbeitet", erläuterte der Stadtförster. Es sei Industrieholz, also schlechtes Holz, fügte er hinzu. Die Stadt Bochum würde sich somit keine goldene Nase daran verdienen.

Die Auskünfte beruhigten die Anwesenden nur mäßig, ganz im Gegenteil: Unverständnis und Empörung über den Zustand des Waldes machten sich breit. "Der Anblick erinnert an einen Truppenübungsplatz, auf dem die Panzer fahren", schimpfte ein Bochumer Bürger.

Ärger über Kuhlen

Er verwies auf die Kuhlen, die durch die schweren Gerätschaften zum Abtransport der Bäume hervorgerufen wurden. Diese Fahrwege bleiben die nächsten Jahre erhalten, um neues Holz aus dem Wald zu holen. Schließlich soll der Wald noch bis 2012 "durchpflegt" werden.

Ulrich Hinzmann rechtfertigte sich: "Wir haben gelernt. Das ein oder andere hätte man durchaus besser machen können." Der Kollege warb für Verständnis: "Ein gesunder Baum kann nur gefördert werden, wenn ein kranker geholzt wird." Die Bäume würden sich gegenseitig bedrängen. "Unter einem geschlossenen Kronendach können sich aufgrund des Lichtmangels keine Neuen entwickeln", betonte Marcel Möller. "Wir begehen hier keinen Raubbau."

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