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Familienkonzert: Junge Musiktalente mit viel Lust auf Klassik

INNENSTADT Klassische Musik? Für viele Teenager bleibt sie im Zeitalter der Elektro-, Pop- und HipHop-Kultur mit Superstars wie Gwen Stefani oder 50 Cent doch eher ein Buch mit sieben Siegeln. Bei der Streicherklasse der Stufe 6 des Ruhrgymnasiums Witten und dem Jugendsinfonieorchester der Tonhalle Düsseldorf sieht es da allerdings anders aus.

Familienkonzert: Junge Musiktalente mit viel Lust auf Klassik

Das Jugendsinfonieorchester der Tonhalle Düsseldorf unter der Leitung von Ernst von Marschall.

„Lust auf Klassik“ – so auch das Motto der Veranstaltung - wollten die Teenager den Zuhörern beim Familienkonzert am Samstag im Saalbau machen. Und das ist ihnen gehörig gelungen. Bevor das eigentliche Konzert der Jungsinfoniker anfing, gab die Streicherklasse des Ruhrgymnasiums im Foyer einen kleinen musikalischen Vorgeschmack.

Eindrucksvoll stellten die Sechstklässler bei fröhlichen Klängen zu „Oh When The Saints“, „Cha Cha Boy“ und „Square Dance“ mit ihren Geigen, Bratschen, Celli und Kontrabässen unter Beweis, was sie seit der 5. Klasse im praktischen Musikunterricht alles gelernt haben.

Im Anschluss daran strömten Jung und Alt in den Konzertsaal, um den Klängen des Jugendsinfonieorchesters aus Düsseldorf unter der Leitung Ernst von Marschalls zu lauschen. Zunächst präsentierten die talentierten Musiker die Ouvertüre zur Oper Lohengrin von Richard Wagner, in der das Hinabsteigen des heiligen Ritters Lohengrin vom Himmel auf die Erde musikalisch interpretiert wird. Dabei dominierten zu Beginn die „himmlischen“ Geigen mit geschmeidigen und hellen Tönen.

Hinterher erklangen auch tiefere Töne, die den schwerfälligen, aber imposanten Abstieg und das Ankommen auf der Erde Lohengrins verdeutlichten. Gefolgt wurde die Ouvertüre von Claude Debussy’s „Prèlude à l’après-midi d’un faune. Nahezu problemlos gelang es den rund 80 Musikern im Alter von 14-24 Jahren, durch harmonische Übergänge die wechselhafte Stimmung des Fauns, einem Wesen aus der altitalienischen Mythologie, darzustellen.

Den musikalischen Höhepunkt bildete an diesem Nachmittag jedoch die Sinfonie Nr. 7 von Ludwig van Beethoven. Während des 30minütigen Stücks boten Ernst von Marschall und sein Orchester einen musikalischen Leckerbissen der ganz besonderen Art und versetzen den Zuhörer in eine andere (Klang)-Welt. Sichtlich begeistert zeigte sich auch das Publikum, dass die jungen Musiker mit frenetischem Applaus belohnte.

Wer übrigens schon immer mal wissen wollte, wie es sich anfühlt, in eine Oboe zu blasen oder seine Finger über ein Klavier gleiten zu lassen, hatte in der Pause Gelegenheit dazu. Die Musikschule Witten stellte vom Klavier bis hin zum Schlagzeug verschiedene Instrumente vor. Parallel zum Konzert konnte das Publikum außerdem auf einer Leinwand Bilder der JeKi (Jedem Kind ein Instrument)-Kinder betrachten. Am Ende des ereignisreichen Konzertnachmittags waren sich die kleinen und großen Musikliebhaber einig: Sie haben mehr Lust auf Klassik. 

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