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Fasziniert von Havanna

MITTE Cuba gilt die Liebe von Margareta Eppendorf und Marlies Backhaus. Dort holten sie sich die Inspiration für ihre Bilder, die jetzt in der Galerie im Luisenhof zu sehen sind.

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Menschen in Havanna zeigen diese Arbeiten von Marlies Backhaus. W-m

Menschen in Havanna zeigen diese Arbeiten von Marlies Backhaus.

Margarete Eppendorf ist fasziniert von den Bäumen Havannas. Als bearbeitete Fotografien oder Tusche- und Federzeichnungen halten sie Einzug in die Galerie im Luisenhof von Claudia Seider, die ihre Bronzeskulpturen ausstellt.

 

Die riesigen Bäume, die überall in Havanna die Straßen zieren, faszinieren Margareta Eppendorf. Sie hat Fotografien, die bei ihren Reisen entstanden, bearbeitet. Im Mittelpunkt steht der Stamm, der mit seinen knotigen Auswüchsen, der verwitterten Rinde ein "Zeuge der Geschichte" - so der Titel der Serie - wird. Der Hintergrund verschwimmt wie die Zeit. Margareta Eppendorf sagt: "Die Geschichte kommt und geht, der Baum bleibt".

Kulturaustausch

Details wie Baumhaare oder Palmenblätter hat sie außerdem in großen, freien Tuschezeichnungen wiedergegeben. Hier interessiert Margarete Eppendorf vor allem die Struktur. Die beiden Tryptichen wirken deshalb fast abstrakt.

Die Künstlerin, die lange in Bochum gelebt hat und jetzt in Herdecke wohnt, hat seit 2001 einen internationalen Kulturaustausch aufgebaut, war mehrmals in Cuba und holte auch eine Künstlerin nach Bochum. Unterstützung kam damals von der Agenda Bochum 21. So lernte sie auch Marlies Backhaus kennen.

Die war so begeistert von dem Cuba-Projekt, dass erste Arbeiten bereits im Vorfeld ihrer Reise 2006 entstanden. Eine ganze Serie zeigt Fotografien von Menschen, die sie auf gespachtelten Malgrund setzt und bearbeitet, so dass sie wie reine Malerei wirken. Fotografien wie Farbwahl geschahen noch in Deutschland.

Verwaschene Farben

Als faszinierend erlebte die Künstlerin, wie im Rückblick das fiktive mit dem erlebten Bild übereinstimmte. Die verwaschenen, verwitterten Farben, nicht bunt, oft pastellfarben fand Marlies Backhaus auch in Havanna. Vor allem in der Aneinanderreihung gewinnen die 19 hochformatigen Bilder atmosphärische Dichte. Vor Ort schälten sich zwei weitere Themen heraus. Kinder, die auch ohne Spielzeug unentwegt spielen können, und Stühle, die überall herum stehen, ob mit oder ohne Sitz, verrostet oder bunt gestrichen. Sie vermitteln etwas von der Faszination Cubas und wecken unweigerlich das Fernweh.

Galerie im Luisenhof, Südring 10, bis 15. Oktober, di-fr 15-19 Uhr oder Tel. (0234) 912 82 48.

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