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Fehlalarme gehören dazu

BOCHUM Zwei- oder dreimal pro Woche passiert es. 600 bis 800 Mal im Jahr. Trotzdem: Fehlalarme sind für die Feuerwehr in Bochum "ein Phänomen, das zum Alltag dazu gehört, das naturgegeben ist", sagt Feuerwehrchef Dr. Dirk Hagebölling.

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Nicht immer wird der Alarm - wie hier bei einem Einsatz in Grumme - durch Flammen oder Rauch ausgelöst. Archiv

 

Gründe für einen falschen Alarm gibt es verschiedene. Technische Störungen zum Beispiel aufgrund von Überspannung können den Alarm auslösen. Aber auch Brandmeldeanlagen, die nicht regelmäßig gewartet werden. "Deshalb raten wir Wartungsverträge für die Anlagen abzuschließen", sagt Hagebölling. Sonst könne es teuer werden: "Wenn der falsche Alarm aufgrund von Fahrlässigkeit ausgelöst wurde, muss der Besitzer der Anlage für die Einsatzkosten aufkommen", so der Feuerwehrchef. Und 553 Euro zahlt keiner gerne ohne Grund.

Bei Bauarbeiten

Ebenso zahlen müssen Betroffene, wenn die Brandmeldeanlage bei Bauarbeiten Alarm ausgelöst hat. "Wenn beispielsweise Rigips bearbeitet wird, entsteht Staub", erklärt Dirk Hagebölling. "Ob Rauch oder Staub - optische Rauchmelder reagieren auf beides. Man sollte sie also vor solchen Arbeiten ausstellen."

Nicht zahlen muss, wer innerhalb von drei Minuten nach dem Alarm bei der Feuerwehr anruft und den Fehlalarm meldet. "Meines Wissens nach sind wir die einzige Feuerwehr in der Bundesrepublik, die dann auf die Zahlung verzichtet", so Hagebölling. In dieser Zeit sei es noch möglich, den Großteil der Einsatzwagen zurückzuhalten.

"Wir merken, dass hier eine Sensibilisierung stattgefunden hat", sagt der Feuerwehrchef. "Die Leute reagieren schneller und überprüfen, was den Alarm ausgelöst hat."

Überraschungen

Dabei wird auch die Feuerwehr selbst noch oft überrascht: "Es gibt nichts, was es nicht gibt", sagt Dr. Dirk Hagebölling. "Wir hatten beispielsweise einmal den Fall, dass ein Flammenmelder, der auf eine gewisse Flackerfrequenz reagiert, durch eine Neonlampe ausgelöst wurde, die offensichtlich die gleiche Frequenz aufwies."

Was es leider immer noch gibt, sind absichtliche Fehlalarme. "Wenn jedoch die Staatsanwaltschaft die Täter ermitteln kann, die aus Böswilligkeit einen falschen Alarm ausgelöst haben, dann dürfen die bei uns ihre sozialen stunden ableisten", sagt Dirk Hagebölling.

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