Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Fiskus will abkassieren

WITTEN Geringes Einkommen fürs Babysitten soll jetzt noch versteuert werden. Von Tagesmüttern werden in Witten 80 Kinder betreut. Zumindest soweit das Jugendamt beteiligt ist.

Fiskus will abkassieren

Die Einnahmen von Tagesmüttern sollen der Steuer unterliegen.

„Grundsätzlich braucht man eine Pflegeerlaubnis, um als Tagesmutter zu arbeiten. Aber die Grauzone ist sicherlich groß, soweit Eltern Tagesmütter selbst suchen und die Konditionen aushandeln“, sagt Jutta Schmidt aus dem Jugendamt.

Anerkennungs-Betrag

Verdienst möchte sie das, was Tagesmütter über das Jugendamt für Arbeit bekommen, gar nicht bezeichnen. Das sei eher ein Anerkennungs-Betrag von etwa 2,50 bis 4 Euro pro Stunde. Trotzdem soll am 1. Januar die Steuerpflicht für Tagesmütter gelten. Wie in vielen anderen Städten fürchtet man auch im Wittener Jugendamt, dass so manche Tagesmutter ihren Job an den Nagel hängen wird, wenn ihr geringes Einkommen noch durch Steuerlast geschmälert werden soll. „Das ist ein Schritt in die falsche Richtung. Wenn man die Arbeit der Tagesmütter zu einem richtigen Berufsbild erklären will, ist das natürlich in Ordnung. Aber dann muss man für eine angemessene Bezahlung sorgen, bevor man Steuern verlangen kann“, meint Jutta Schmidt.

Noch keine Steuerpflicht für Tagesmütter

Sie geht davon aus, dass in Zukunft weit mehr Tagesmütter gebraucht werden als bisher. Das neue Kinderbildungsgesetz gehe davon aus, dass Kinder unter einem Jahr am besten bei Tagesmüttern aufgehoben seien. „Die bisherigen altersgemischten Gruppen in Tagesstätten für Kinder ab vier Monaten soll es nicht mehr geben. Da geht die Betreuung erst mit einem Jahr los“, erläutert Schmidt. Nach letzten Informationen soll die Steuerpflicht für die Tagesmütter um ein Jahr aufgeschoben werden. Jutta Schmidt hofft, das es tatsächlich so kommt. Trotzdem will man die Betroffenen informieren: „Viele Tagesmütter wissen noch gar nichts von der drohenden Steuerpflicht. Wir werden sie mit einem Rundschreiben aufmerksam machen und eventuell auch Info-Veranstaltung anbieten.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Foto-Aktion

Wir suchen die schönsten Herbstbilder der Region

Dortmund Stimmungsvoller Frühnebel, leuchtende Wälder und strahlende Sonnenstunden - der Herbst in der Region zeigt sich in all seinen Facetten. Und Sie halten die schönsten Augenblicke mit der Kamera fest? Dann schicken Sie uns die Bilder und wir veröffentlichen sie in einer Fotostrecke!mehr...

Spielplatz in Witten

Passanten treffen auf Zwei-Meter-Schlange

WITTEN Eigentlich ist der Spielplatz am Nöcksken in Vormholz ein ziemlich friedlicher, unauffälliger Ort. Ein paar Passanten staunten allerdings nicht schlecht, als sie neben Klettergerüst und Wald plötzlich auf eine zwei Meter lange Boa stießen.mehr...

Siegerzeit 53 Sekunden

Wettbewerb der Spargelschäler

WITTEN Markt-Treiben, blauer Himmel, was will man mehr? Da gibt´s was: Am Samstag wurde auf dem Rathausplatz der stadtbeste Spargelschäler ermittelt.mehr...

Lok Witten

Unglück an der Zugspitze: Veranstalter von Staatsanwaltschaft vernommen

MÜNCHEN/WITTEN Der Tod der beiden Männer bei dem Extrem-Berglauf auf die Zugspitze am Sonntag geht vor allem auf Unterkühlung der Sportler zurück. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag nach der Obduktion mit. Jetzt trauern die Wittener Sportskameraden des verstorbenen Uwe Moldenhauer um ihn. Unterdessen wurde der Veranstalter als Zeuge vernommen.mehr...

Lok Witten

Wittener stirbt bei Extrem-Berglauf auf der Zugspitze

GARMISCH-PARTENKIRCHEN/WITTEN Tödliches Drama auf der Zugspitze: Bei einem Extrem-Berglauf sind am Sonntag zwei Männer ums Leben gekommen, darunter ein 41-jähriger Mann aus Witten. Mit Bestürzung reagierten die Verantwortlichen des Triathlon Team Witten, als sie vom Tod des Vereinsmitglieds Uwe M. erfuhren. Es war der erste Berglauf für den Marathonläufer. Einer seiner Teamkollegen war aufgrund des schlechten Wetters zuvor umgedreht.mehr...

Lok Witten

Männergesangsverein "Deutsche Eiche" hat Nachwuchssorgen

BUCHHOLZ „Wenn ich mal eine Durchhänger habe, geht es mir nach zwei Stunden Probe gleich viel besser“ wirbt Josef Lutz, der zweite Vorsitzende des Männergesangvereins (MGV) „Deutsche Eiche“ 1880 Hammertal, für das Chorsingen.mehr...