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Fliegende Drachen

BOCHUM So herrlich bunt, so wunderbar entspannt, so viele fröhliche Menschen. Der 13. Eppendorfer Drachentanz war einfach ein wunderschönes Ereignis.

Fliegende Drachen

15 Meter Spannweite kann ein Drachen bekommen, der aus mehreren der Casagne-Räder zusammengesetzt ist. Er kann nur noch durch einen Traktor gehalten werden. Foto Josten

Auch in diesem Jahr kamen Interessierte und "Freaks", also ganz Vernarrte, auf die Felder neben dem Eppendorfer Heimatverein. Etwa 20 Wohnwagen, geziert von viel farbigem Seidentuch, standen da und auch etliche Zelte. "Viele sind bereits am Freitag angereist und campen seither hier", berichtet Gerd Robock, Vorsitzender des Heimatvereins. Sie kommen aus ganz Deutschland, aber auch aus benachbarten Ländern. "Wir sind bekannt, ein Drachenfest zu sein, dass eine Seele hat", lacht Robock. So habe es einmal ein Fachjournalist formuliert.

Echte Könner

Am Samstag allerdings war es recht windstill, und so tanzten nicht viele der Drachen am Himmel. Aber sobald sich ein Lüftchen regte, versuchten die Besucher, sie fliegen zu lassen.

"Das Tolle hier ist ja, dass so viele echte Könner da sind. Und die kann man nach Tricks und Tipps fragen". Robock freute sich auch, dass der "Drachenpapst" Arthur Skibb mit dabei war. Die beiden Männer verbindet eine lange Freundschaft. Skibb lebte in Gelsenkirchen, seit einiger Zeit in Böblingen. Aber am meisten ist er in China unterwegs - um Drachen zu bauen. Er ist ein ausgezeichneter "chinesischer Drachenbaumeister".

18 Kilo schwer

Zu dem Fest mitgebracht hatte er eine "Centipede". Ein großer Drachenkopf, an den 100 Scheiben mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern gehängt werden. Er hat 18 Kilo Eigengewicht. "In Europa ist das die größte Centipede", nickt Robock. 30 Zentimeter pro Scheibe seien sonst üblich. Gebaut wurde der Flieger von Skibb eigenhändig.

Auf etwas Wind hofften die Menschen aber doch - denn Samstagabend sollte das Nachtfliegen starten. Und gerne wollten die Herren auch eines der "Casangne-Räder" starten lassen.

Dies ist ein aus mehreren "Rädern" zusammengesetzter Drachen mit einer Spannweite von fast 15 Metern - oder sogar mehr. "Menschen können einen solchen Drachen nicht mehr halten", lacht Skibb. Aber der Traktor für diese Aufgabe stand schon bereit.

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