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Fast dreieinhalb Jahre Haft

Freundin im Schlaf missbraucht: Gefängnis

BOCHUM/HERNE Weil er seine Freundin im Schlaf sexuell missbraucht und sie später auch noch verprügelt haben soll, ist ein Haustechniker am Freitag zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Er selbst sagt: Alles gelogen und beteuert, es sei ein Unfall gewesen.

Die Vorwürfe gehen auf die Jahre 2013 und 2014 zurück. Damals hatte der 24-Jährige mit seiner Freundin in Herne gewohnt. Anfangs war wohl auch alles ganz harmonisch. Doch dann gab es praktisch nur noch Streit. Trauriger Tiefpunkt: Ausgerechnet auf dem Weg zu Friedhof soll der Angeklagte seine Freundin brutal geschlagen haben. Die Folgen: Nasenbeinbruch und Platzwunde.

Seine Freundin hatte ihm danach per Whatsapp diesen Satz geschrieben: „Dafür wirst Du zahlen. Frauen achtet und verehrt man. Man schlägt sie nicht.“

Alles nur ein Unfall?

Im Prozess hatte der 24-Jährige allerdings bis zuletzt seine Unschuld beteuert. Sexuelle Übergriffe habe es nicht gegeben. Und der angebliche Schlag auf offener Straße sei ein Unfall gewesen. „Sie hat plötzlich einfach das Bewusstsein verloren und ist zusammengesackt“, sagte er den Richtern. Dabei müsse sie mit dem Kopf aufgeschlagen sein.

Das Problem war allerdings: Grün und blau war danach vor allem das Auge. Ein Rechtsmediziner hatte das im Prozess deshalb so kommentiert: Wenn die Verletzung durch einen Sturz aufs Pflaster passiert sein soll, müsse es auf dem Boden genau an der Stelle eine faustgroße Erhebung gegeben haben. Das hielten die Richter aber für praktisch ausgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar fünfeinhalb Jahre Haft gefordert.

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