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Fans aus der Hauptstadt

Geballte VfL-Liebe gibt es auch in der Bochumer Botschaft in Berlin

BOCHUM/BERLIN VfL-Fans gibt es nicht nur in Bochum und dem Rest Westfalens. Sondern auch in Berlin. In der Hauptstadt gründete sich 2006 der Verein Bochumer Botschaft. Ein richtiges Vereinsheim hat er allerdings noch nicht.

Geballte VfL-Liebe gibt es auch in der Bochumer Botschaft in Berlin

VfL-Fans fiebern in Berlin mit.

Die Anspannung in der Jägerklause ist spürbar. Gebannt starren sie auf die Leinwand. Dann – Ecke, Kopfball, Tor. Sie springen auf, strecken ihre Arme in die Höhe, jubeln, klatschen sich ab. Für ihren Verein, für den Vfl Bochum. Es ist der 1:0-Treffer von Fabian Butscher gegen den 1. FC St.Pauli in der 18. Minute. Sie, das sind die rund 30 Fans des VfL Bochums, die sich am Freitagabend im Hinterzimmer der Jägerklause in Berlin-Friedrichshain versammelt haben. Sie nehmen ihre Fanliebe ernst, und sie leiden. Bei verpatzten Pässen, bei weit gefehlten Torschüssen.

Zum 1:1 fällt den Fans nur noch eins ein: „Scheiße!“ Man könnte eine Strichliste führen über die Schimpfwörter, die fallen. Aber im Endeffekt wäre es nur ein Ausdruck der Leidenschaft. Die Bochumer Botschaft steht für jeden offen – für Exil-Bochumer, Touristen und Fans aus der ganzen Welt, die für kurz oder lang ihren Weg in die Hauptstadt gefunden haben. Rund die Hälfte der Botschafter hat ihre Wurzeln im Ruhrpott.

Egal welcher Herkunft, alle teilen sie die Liebe zum VfL Bochum. „Man kann sich nicht aussuchen, von welchem Verein man Fan ist, man wird in den richtigen Verein geboren und saugt es mit der Muttermilch auf“, erklärt Matthias Mengert diese Fanliebe. Für ihn geht es um die Leidenschaft, um die Begeisterung für den Fußball: „Das Herz schlägt für den VfL.“ In einer Stadt wie Berlin sei das schwierig: „Fußball hat hier einen anderen Stellenwert, es gibt noch anderes Sportprogramm wie Handball, Basketball oder Eishockey.“

Die Jägerklause in Friedrichshain war nicht immer Treffpunkt für Bochumer Fans. Mitte 2000 wanderten VfL-Fans ziellos durch die Hauptstadt. Über Mundpropaganda fand sich ein Dutzend Leute im Prenzlauer Berg „Bei Rico“ zusammen. Bei Spielen in Berlin oder Bochum wurden Flugzettel und Visitenkarten verteilt. 14 Fans gründeten dann am 12. August 2006 den ersten Bochumer Fanclub in Berlin: die Bochumer Botschaft. Der Fanclub blieb aber nicht „Bei Rico“. Vor drei Jahren zog die Botschaft in die Jägerklause. So ganz optimal scheint sie aber auch nicht zu sein. Es sei mehr ein Ort zum Fußballgucken, als ein richtiges Vereinsheim. Es dürften weder Fahnen noch Schals aufgehangen werden. 

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