Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Wittener Schulen

Geschlechtertrennung im Unterricht in der Diskussion

WITTEN Der Vorschlag von NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann, Jungen und Mädchen im Schulunterricht auch mal getrennt zu unterrichten, spaltet in Witten die Gemüter. Manche Lehrer und Schulleiter halten die Idee für durchaus sinnvoll, andere finden den Vorschlag unnötig.

Wenn die Jungen im Informatikunterricht beherzt in die Computertasten hauen oder im Chemieunterricht mit Reagenzgläsern und Erlmeyerkolben die Versuchsreihen aufbauen, lassen die Mädchen sie gern gewähren. „Sie haben oft Angst, etwas falsch zu machen. Die Jungen experimentieren einfach“, beobachtet Walter Sander, Oberstufenleiter an der Holzkamp-Gesamtschule in seinem Unterricht. Dabei haben die Mädchen so viel Zurückhaltung gar nicht nötig, weiß Axel Meuren, Leiter der Adolf-Reichwein-Realschule: „Sie arbeiten viel sorgfältiger und ihre Ergebnisse sind oft besser.“ Jungen und Mädchen im Schulunterricht auch mal getrennt zu unterrichten, wie NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann jetzt vorgeschlagen hat, halten beide Lehrer für durchaus sinnvoll.

Dabei denkt Meuren nicht nur an Mathe und die Naturwissenschaften: „Man könnte auch die Jungen in den Sprachen fördern, wenn man sie von den sprachgewandteren Mädchen trennt. Nur organisatorisch ist das an unserer Schule kaum machbar. Da fehlen Lehrer und Platz. In jedem Jahrgang haben wir drei Klassen, so dass wir auch nicht mischen können. Da bliebe immer eine Klasse übrig.“ Ulrich Janzen, kommissarischer Leiter des Ruhr-Gymnasiums sieht auch im ganz normalen Unterricht durchaus Möglichkeiten, Mädchen und Jungen separat arbeiten zu lassen: „Das geht bei der Gruppenarbeit, aber auch durch die Stellung unterschiedlicher Aufgaben. Dazu muss man die Schüler nicht auch räumlich trennen.“ Für völlig falsch würde Janzen es halten, auch wieder getrennte Schulen zu schaffen: „Schließlich ist das soziale Lernen untereinander auch sehr wichtig.“

Geschlechtertrennung in der Grundschule hält Ulrike Gilsebach, Leiterin der Harkortschule für unnötig: „Wir achten sowieso darauf, dass alle entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten zum Zuge kommen. Viel wichtiger wären für uns kleinere Klassen, damit man sich jedem einzelnen Kind besser widmen kann.“ Ihr Kollege Uwe Tutas von der Erlenschule sieht es ähnlich: „Mal abgesehen von der Sexualerziehung gibt es keinen Grund für getrennten Unterricht. Die Kinder lernen voneinander und miteinander.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Foto-Aktion

Wir suchen die schönsten Herbstbilder der Region

Dortmund Stimmungsvoller Frühnebel, leuchtende Wälder und strahlende Sonnenstunden - der Herbst in der Region zeigt sich in all seinen Facetten. Und Sie halten die schönsten Augenblicke mit der Kamera fest? Dann schicken Sie uns die Bilder und wir veröffentlichen sie in einer Fotostrecke!mehr...

Spielplatz in Witten

Passanten treffen auf Zwei-Meter-Schlange

WITTEN Eigentlich ist der Spielplatz am Nöcksken in Vormholz ein ziemlich friedlicher, unauffälliger Ort. Ein paar Passanten staunten allerdings nicht schlecht, als sie neben Klettergerüst und Wald plötzlich auf eine zwei Meter lange Boa stießen.mehr...

Siegerzeit 53 Sekunden

Wettbewerb der Spargelschäler

WITTEN Markt-Treiben, blauer Himmel, was will man mehr? Da gibt´s was: Am Samstag wurde auf dem Rathausplatz der stadtbeste Spargelschäler ermittelt.mehr...

Lok Witten

Wittener stirbt bei Extrem-Berglauf auf der Zugspitze

GARMISCH-PARTENKIRCHEN/WITTEN Tödliches Drama auf der Zugspitze: Bei einem Extrem-Berglauf sind am Sonntag zwei Männer ums Leben gekommen, darunter ein 41-jähriger Mann aus Witten. Mit Bestürzung reagierten die Verantwortlichen des Triathlon Team Witten, als sie vom Tod des Vereinsmitglieds Uwe M. erfuhren. Es war der erste Berglauf für den Marathonläufer. Einer seiner Teamkollegen war aufgrund des schlechten Wetters zuvor umgedreht.mehr...

Lok Witten

Unglück an der Zugspitze: Veranstalter von Staatsanwaltschaft vernommen

MÜNCHEN/WITTEN Der Tod der beiden Männer bei dem Extrem-Berglauf auf die Zugspitze am Sonntag geht vor allem auf Unterkühlung der Sportler zurück. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag nach der Obduktion mit. Jetzt trauern die Wittener Sportskameraden des verstorbenen Uwe Moldenhauer um ihn. Unterdessen wurde der Veranstalter als Zeuge vernommen.mehr...

Lok Witten

Männergesangsverein "Deutsche Eiche" hat Nachwuchssorgen

BUCHHOLZ „Wenn ich mal eine Durchhänger habe, geht es mir nach zwei Stunden Probe gleich viel besser“ wirbt Josef Lutz, der zweite Vorsitzende des Männergesangvereins (MGV) „Deutsche Eiche“ 1880 Hammertal, für das Chorsingen.mehr...