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Prozessauftakt

Gewalttäter droht Einweisung in Psychiatrie

BOCHUM Diesem Mann sollte man lieber nicht in die Quere kommen: Vor dem Landgericht hat am Donnerstag der Prozess gegen einen 30-jährigen Bochumer begonnen, der immer wieder durch unheimliche Gewaltauftritte aufgefallen ist. Es geht um angedrohte Amokläufe, zertrümmerte Glasscheiben und blutrünstige Morddrohungen.

Holzfällerhemd, Dreitagebart, müder Blick: So erschien der Angeklagte am Donnerstag im Gericht. Vom Eingang bis zum Saal waren der 30-Jährige und sein Verteidiger Martin Gentz extra von zwei Justizwachtmeistern begleitet worden. Der Grund: Gegen den Bochumer wurde bereits vor Monaten ein Hausverbot für das Gerichtsgebäude ausgesprochen.

Dass es im Prozess vor der 9. Strafkammer auch um eine mögliche, unbefristete Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie geht, ist dem 30-Jährigen offenbar noch gar nicht richtig bewusst. Der Mann gab sich extrem wortkarg, verweigerte Angaben zu den Vorwürfen, sperrte sich gegen eine ärztliche Begutachtung.

Haare ausgerissen

Die Liste der Vorwürfe ist lang. Zwischen Februar 2014 und April 2015 soll der 30-Jährige in Bochum regelmäßig  für chaotische Auftritte gesorgt haben. Auf mehreren Polizeiwachen soll er randaliert, am Hauptbahnhof Passanten mit einem Fleischermesser bedroht, in einem Supermarkt in Linden einer Kundin gleich büschelweise Haare ausgerissen haben.

In Wiemelhausen soll er einen Radfahrer vom Fahrrad geprügelt, an einer Haltestelle in Dahlhausen einer wartenden Passantin vor den Kopf geschlagen haben. Außerdem soll er in Herne in zwei Krankenhäusern Ärztinnen bespuckt, Scheiben zerschlagen und sogar einen Amoklauf angekündigt haben.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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