Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Goldener Herbst für die Polizei

WITTEN Weniger Prügeleien, weniger Wohnungseinbrüche, weniger Verkehrsunfälle - der „Wittener Herbst“ der Polizei war ein goldener.

Goldener Herbst für die Polizei

Inspektionsleiter Edzard Freyhoff (Mitte), Theo Walter und Jürgen Tirre (l.) planen schon die Weihnachts-Aktion der Polizei.

Inspektionsleiter Edzard Freyhoff und seine Kollegen hatten zwischen dem 22. Oktober und dem 11. November den starren Dienstplan links liegen lassen. Sie waren vor allem dann in der Stadt unterwegs, wenn Delikte sich bekanntermaßen häufen.

„An den Wochenenden treffen sich abends erlebnisorientierte Jugendliche auf dem Rathausplatz, manchmal bis zu 200, zum Teil sind sie alkoholisiert. Da haben wir 115 Platzverweise erteilt, zwölf Strafanzeigen und es gab sogar neun Festnahmen“, berichtet Freyhoff.

Einige angetrunkene Jugendliche ließ die Polizei von den Eltern abholen und auch das Jugendamt schaltete sich in Einzelfällen ein, um mit den Eltern das Thema Alkohol zu erörtern.

In der Dunkelheit wurden auch der Annener Bahnhof, schwer einsehbare Schulhöfe und Spielplätze kontrolliert. An solchen Plätzen komme es immer wieder zu Streitereien, Rangeleien und schließlich handfesten Schlägereien.

Weil die Polizei öfter vor Ort war, vermutet Freyhoff, ging die Zahl der Körperverletzungen im Vergleich zum Vorjahrszeitraum von 48 auf 33 zurück.

Wohnungseinbrüche zählte die Polizei während ihrer Aktionsphase 14. Im Vorjahr waren es 21. Das seien immerhin 10 Prozent weniger.

„Mehr Polizei auf der Straße verunsichert Kriminelle. Manchmal geht die Zahl von Wohnungseinbrüchen in einem Wohngebiet schon zurück, wenn wir dort regelmäßig den Verkehr kontrollieren“, weiß Polizeibeamter Theo Walter aus Erfahrung.

Eiligen Autofahrern ging es bei Geschwindigkeitskontrollen an die Geldbörsen: 109 Verwarngelder wurden erhoben. Darunter auch der Fahrer eines Schulbusses, der samt junger Fahrgäste mit 54 km/h einen Fußgängerüberweg passierte, wo maximal 30 km/h erlaubt sind.

Angespornt durch den Erfolg plant die Polizei bereits die nächste Aktion. Zwischen dem 3. und 21. Dezember ist das Konzept genau wie beim ersten Mal, allerdings mit einem Schwerpunkt beim Taschendiebstahl.

„Da nehmen die Delikte vor Weihnachten regelmäßig zu. Opfer sind fast immer Frauen“, sagt Freyhoff und rät dringend, Geldbörsen am Körper und nicht sorglos in leicht zu öffnenden Taschen zu tragen.

Rundum zufrieden, so Theo Walter, seien auch die Kollegen der Wittener Wache gewesen. Sie hätten ihre Dienstzeiten freier einteilen und dann Dienst machen können, wenn tatsächlich etwas los sei. „Wir waren flexibler und konnten kreativer arbeiten“, blickt Walter zurück.

Eine Steigerung der Kriminalitätsrate um 100 Prozent , so Freyhoff, gab es während der Aktion nur im Bereich „Raub“: „Ein Handtaschenräuber, der im Bereich Bellerslohstraße unterwegs war, steigerte die Zahl der Delikte von drei auf sechs im Vergleich zum Vorjahr. Aber an dem Räuber sind wir dran.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Foto-Aktion

Wir suchen die schönsten Herbstbilder der Region

Dortmund Stimmungsvoller Frühnebel, leuchtende Wälder und strahlende Sonnenstunden - der Herbst in der Region zeigt sich in all seinen Facetten. Und Sie halten die schönsten Augenblicke mit der Kamera fest? Dann schicken Sie uns die Bilder und wir veröffentlichen sie in einer Fotostrecke!mehr...

Spielplatz in Witten

Passanten treffen auf Zwei-Meter-Schlange

WITTEN Eigentlich ist der Spielplatz am Nöcksken in Vormholz ein ziemlich friedlicher, unauffälliger Ort. Ein paar Passanten staunten allerdings nicht schlecht, als sie neben Klettergerüst und Wald plötzlich auf eine zwei Meter lange Boa stießen.mehr...

Siegerzeit 53 Sekunden

Wettbewerb der Spargelschäler

WITTEN Markt-Treiben, blauer Himmel, was will man mehr? Da gibt´s was: Am Samstag wurde auf dem Rathausplatz der stadtbeste Spargelschäler ermittelt.mehr...

Lok Witten

Unglück an der Zugspitze: Veranstalter von Staatsanwaltschaft vernommen

MÜNCHEN/WITTEN Der Tod der beiden Männer bei dem Extrem-Berglauf auf die Zugspitze am Sonntag geht vor allem auf Unterkühlung der Sportler zurück. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag nach der Obduktion mit. Jetzt trauern die Wittener Sportskameraden des verstorbenen Uwe Moldenhauer um ihn. Unterdessen wurde der Veranstalter als Zeuge vernommen.mehr...

Lok Witten

Wittener stirbt bei Extrem-Berglauf auf der Zugspitze

GARMISCH-PARTENKIRCHEN/WITTEN Tödliches Drama auf der Zugspitze: Bei einem Extrem-Berglauf sind am Sonntag zwei Männer ums Leben gekommen, darunter ein 41-jähriger Mann aus Witten. Mit Bestürzung reagierten die Verantwortlichen des Triathlon Team Witten, als sie vom Tod des Vereinsmitglieds Uwe M. erfuhren. Es war der erste Berglauf für den Marathonläufer. Einer seiner Teamkollegen war aufgrund des schlechten Wetters zuvor umgedreht.mehr...

Lok Witten

Männergesangsverein "Deutsche Eiche" hat Nachwuchssorgen

BUCHHOLZ „Wenn ich mal eine Durchhänger habe, geht es mir nach zwei Stunden Probe gleich viel besser“ wirbt Josef Lutz, der zweite Vorsitzende des Männergesangvereins (MGV) „Deutsche Eiche“ 1880 Hammertal, für das Chorsingen.mehr...