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Häusliche Gewalt ist keine Privatsache

INNENSTADT Jährlich 13 000 Fälle häuslicher Gewalt in NRW, davon etwa 800 Fälle im Raum Bochum/Witten/Herne und im Jahr 2006 allein 77 Einsätze in Witten sprechen eine deutliche Sprache.

Häusliche Gewalt ist keine Privatsache

Auch am Wittener Rathaus mahnt ein Plakat.

„Der häusliche Bereich ist leider der Raum, in dem die meisten Gewalttaten passieren“, stellt Ralph Jeske vom Opferschutz der Polizei Bochum/Witten fest. Dass Familie oft nicht gerade der Hort des Friedens ist, der er sein sollte, weiß auch Maria Grote, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Witten. Zu den 77 Anzeigen häuslicher Gewalt weiß sie zu ergänzen, dass 38 „Wegweisungen“ folgten: Der Gewalttäter oder die Gewalttäterin wird für zehn Tage der Wohnung verwiesen.

Zeitspanne zu kurz

„Diese zehn Tage reichen aber oft nicht aus, da der kurze Zeitraum meist an der Situation nichts ändert“, verweist Nicola Wiegand vom Frauenhaus EN auf die Möglichkeit einer Verlängerung der Wegweisung per Gerichtsbeschluss. Welche Möglichkeiten, Ansprechpartner und Beratungsstellen es rund um den Brennpunkt der häuslichen Gewalt gibt, will der runde Tisch „Gewaltschutz für Frauen und Kinder im Ennepe-Ruhr-Kreis“ auch 2007 wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Wer in diesen Tagen am Rathaus oder am Haus Witten vorbeikommt, entdeckt über dem Rathauseingang und an der Eisenbahnbrücke zwei fünf Quadratmeter große Banner: „Gemeinsam gegen häusliche Gewalt“ lautet die diesjährige Botschaft des seit 1999 bestehenden Aktionsbündnisses.

Zwölf Banner im Kreis

Fachleute aus Justiz und Polizei, den Beratungsstellen, dem Frauenhaus EN und die Gleichstellungsbeauftragten der Städte und der Kreisverwaltung wollen mit insgesamt zwölf Bannern im Kreis und mit Informationsblättern für das Problemfeld der häuslichen Gewalt sensibilisieren. Mit einer breiten Angebotspalette praktischer Hilfen soll besonders den Betroffenen Mut gemacht werden, sich an Beratungsstelle, Frauenhaus oder die Polizei zu wenden. „Jeder soll wissen, dass er sich ans Frauenhaus oder andere Institutionen wenden kann, wenn er möchte“, betont Wiegand. „...wenn er muss, müsste man leider sagen“, betont Grote die Notsituation, die die Erfahrung häuslicher Gewalt bedeutet.

Kein Tabuthema mehr

Dennoch kommt Ralph Jeske zu einer positiven Einschätzung der Gewaltentwicklung: „Die steigenden Fallzahlen der letzten Jahre zeigen eine Enttabuisierung. Es steigt nicht die Zahl der Delikte, sondern die Zahl der Anzeigen, da häusliche Gewalt keine Privatsache mehr ist. Das Dunkelfeld wird dank verstärkter Öffentlichkeitsarbeit kleiner.“

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