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Von The Voice Kids zum Musicalstudium nach Berlin

„Als mein Name fiel, ist die Last von mir gefallen“

Haltern Hinter Soufjan Ibrahim liegen Jahre an Gesangsunterricht in der Musikschule von Horst Kilp , als er sich entscheidet: Er will Musical studieren. Er bewirbt sich an der Universität der Künste in Berlin. Und die antwortet.

„Als mein Name fiel, ist die Last von mir gefallen“

Soufjan Ibrahim hat es an die Berliner Universität der Künste geschafft. Hier startet er im Oktober 2018 mit seiner Musicalausbildung. Foto: Eva-Maria Spiller

Noch etwas ungläubig sitzt Soufjan Ibrahim auf einem Stuhl in seiner alten Musikschule an der Recklinghäuser Straße. „Wahnsinn, ich kann es noch gar nicht glauben. Ich bin überglücklich“, sagt der 18-Jährige. Er und sein Musiklehrer Horst Kilp haben sich lange auf diesen Tag vorbereitet. Am 13. April kommt dann die entscheidende Nachricht: Die Universität der Künste in Berlin hat Soufjan zum Musicalstudium zugelassen.

Auf dem Weg dahin lagen Zweifel und harte Arbeit. Und die hat sich am Ende ausgezahlt. Soufjan ist einer von zehn Bewerbern, dem die Universität in diesem Jahr die Türen zu seinen Träumen öffnet. Bis es aber dazu kam, hat sich der 18-jährige Halterner monatelang auf das mehrtägige Auswahlverfahren in Berlin vorbereitet. Die Anforderungen: Drei Lieder aus unterschiedlichen Genres, zwei Schauspielmonologe und zwei Tanzchoreografien.

„Das war wie am Fließband“

Gemeinsam mit seinem Musiklehrer Horst Kilp übt Soufjan einen Monat lang die Lieder „Colors of the Wind“, „Whole New World“, „Mad World“, „Ain‘t Noboby“ und „Wart‘s nur ab“ aus My Fair Lady. Seit zehn Jahren kennen sich die beiden. „Da ging es um Dynamik, um Kleinigkeiten. Auch darum, an den richtigen Stellen Luft zu holen“, erklärt Kilp. Anfang April geht es dann nach Berlin. Eineinhalb Wochen verbringt Soufjan hier, lernt zu tanzen, zu schauspielern und singt. Alles unter dem wachsamen Auge der Prüfer. „Ballett war die absolute Katastrophe“, erinnert sich Soufjan und lacht. „Ich habe vorher nie Ballett getanzt, andere machen das, seitdem sie klein sind.“

Für uns hat Soufjan „Mad World“ von Gary Jules gesungen, während Horst Kilp ihn auf dem Klavier begleitet:

Ein Bewerber nach dem anderen

Knapp fünf Minuten dauert die Vorauswahl. „Das war wie am Fließband: Zuerst habe ich eine Minute gesungen, dann meinen Monolog gesprochen und dann getanzt“, erinnert sich Soufjan. Und dann kam der nächste Bewerber. Am 13. April, dem letzten Auswahltag, muss Soufjan noch einmal singen. Er als einer von 26 Bewerbern. „Die Namen von denen, die es geschafft haben, wurden in alphabetischer Reihenfolge aufgerufen. Als dann endlich mein Name fiel, ist eine unglaubliche Last von mir gefallen“, sagt der 18-Jährige. Soufjan setzt sich unter 200 Bewerbern durch.

„Ich bin froh, dass ich das Musical für mich entdeckt habe“, sagt Soufjan. Und das habe er auch der Musical-AG am Joseph-König-Gymnasium zu verdanken, an dem er im letzten Jahr Abitur gemacht hat. Denn die habe ihn auf den Geschmack gebracht. Eine „Rampensau“ nennt Horst Kilp seinen Zögling. „Seit The Voice Kids ist Soufjan immer sicherer geworden. Er hat keine Angst vor der Bühne.“

Jetzt erwarten Soufjan lange Tage in Berlin

Die nächsten vier Jahre seines Lebens wird Soufjan in Berlin verbringen. Seine Zelte in Haltern abbrechen und das Lehramtsstudium in Bochum an den Nagel hängen. „Ich habe relativ schnell gemerk, dass das nichts für mich ist„, sagt Soufjan. „Ich brauche das Kreative.“ In Berlin wirdder Halterner seine Tage von 9.45 bis 19, manchmal 22 Uhr mit Gesang, Tanz und Schauspiel verbringen. Und auch manchmal in seine Heimatstadt zurückkehren, verspricht er. „Ich habe in Haltern viel gelernt.“ Und dafür ist er dankbar.

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