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Anwohner wollen keine Friedhof-Wiederbelegung

SYTHEN Mit der geplanten Wiederbelegung des alten katholischen Friedhofs in Sythen sind die nächsten Anwohner nicht einverstanden.

Anwohner wollen keine Friedhof-Wiederbelegung

Blick vom Garagendach der Familie Püth Momirovic auf den alten Friedhof: Mit den Plänen zur Wiederbelegung sind die Nachbarn überhaupt nicht einverstanden.

Sie richteten einen Brief an die Kirchengemeinde St. Joseph, in dem sie ihre Argumente gegen weitere Bestattungen auf dem Gelände am Hellweg vorbringen. „Schon in seinem jetzigen Zustand empfinde ich die Nähe des Friedhofes als Minderung des Wertes und der Wohnlichkeit meines Grundstücks“, schreibt Ursula Püth-Momirovic für die beiden direkt angrenzenden Nachbarn. „Neubestattungen würden diesen Umstand nur noch unverhältnismäßig steigern“, führt sie fort. Zwar sei ihr die Existenz des Friedhofs bei ihrem Einzug in das Wohnhaus Nr. 34 im Jahr 1986 bewusst gewesen, doch war die Familie davon ausgegangen, dass der Friedhof seit 1960 stillgelegt worden sei. Bis 2005 fanden nur noch einzelne Begräbnisse aufgrund von altem Recht auf dem Areal statt. Von den Wiederbelegungsplänen erfuhren die Anwohner erst aus der Halterner Zeitung.

Familie Püth-Momirovic befürchtet nun, dass sie ihren Garten nur noch eingeschränkt nutzen kann, wenn direkt nebenan Bestattungen stattfinden. Die ersten bestehenden Gräber befinden sich keine drei Meter vom Gartenzaun entfernt. „Wir machen Party, die anderen haben eine Trauerfeier“, so Ursula Püth-Momirovic. Dank seiner abgelegenen Lage sei der Kommunalfriedhof ohnehin besser geeignet als der alte Friedhof mitten im Wohngebiet. Kopfschüttelnd nahm Pfarrer Martin Ahls für die Joseph-Gemeinde die Kritik in Verbindung mit Fragen nach dem Verlust des Wohnwertes oder über die Schönheit des Kommunalfriedhofs zur Kenntnis. Der Unterzeichnerin sei wohl nicht klar, welche Zahlen von Beerdigungen zu erwarten seien. Natürlich habe jeder Bürger ein Interesse daran, dass es nebenan möglichst ruhig sei. Dies sei durch einen Friedhof garantiert.    Nach Auskunft der Bezirksregierung liegt bisher noch kein Antrag der Gemeinde zur Wiederbelegung des Friedhofgeländes vor.

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