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Gelsenwasser dementiert Abbau des Bootsstegs

„Derzeit kein Zaun“

Haltern Eine mögliche Schließung des Bootsstegs an der Hullerner Straße hat bei Bürgern für Empörung gesorgt. Gelsenwasser rudert jetzt zurück und behauptet sogar, Gespräche dazu hätten noch gar nicht begonnen.

„Derzeit kein Zaun“

Der Westuferpark samt Steganlage an der Hullerner Straße gehört Gelsenwasser und damit gehört beides zum Betriebsgelände. Bürger und Stadt wünschen sich, dass das Südufer auch nach Umzug des Segelclubs zugänglich bleibt.Foto: Patrick Radtke

Mit einem Antrag an Bürgermeister Bodo Klimpel hatten CDU-Fraktion und Junge Union die Diskussion in der vergangenen Woche in Gang gesetzt. Hintergrund ist, dass der Segelclub Stevertalsperre von der Hullerner Straße zur Stadtmühlenbucht umzieht und die Nachricht durchdrang, dass Gelsenwasser den Zugang zum See dann sperren wolle. Gelsenwasser hatte auf Nachfrage der Halterner Zeitung bestätigt, dass der Steg möglicherweise zur Disposition steht. Gestern erreichte die Redaktion eine gegenteilige Darstellung. „Der Nikolaus wird auch in Zukunft am Südufer der Talsperre sicher an Land gehen“, betonte darin das Unternehmen und sagt auch: Gespräche zur Zukunft des Bootsstegs an der Hullerner Straße hätten noch gar nicht begonnen.

Enger Kontakt zur Stadt

Im Herbst, so die Stadt, zieht der Segelclub Stevertalsperre im Rahmen des Konzepts „Der See schlägt Wellen“ in die Stadtmühlenbucht um. „Über die eventuelle Notwendigkeit eines weiteren Stegs in der Stadtmühlenbucht und den Umzug sind wir in engem Kontakt zum Verein und der Stadt“, berichtet Gelsenwasser-Wasserwerksleiter Magnus Meckelburg. „Darüber hinaus gibt es bisher weder konkrete Planungen von unserer Seite noch Gespräche in Sachen Freizeitsport, auch nicht zur weiteren Nutzung des Bootsstegs am Südufer.“

Es sei derzeit weder daran gedacht, dort einen Zaun zu errichten noch, die gesamte Steganlage abzubauen. Da weitere Überlegungen mit den Planungen der Stadt für das Gelände und einen Hotelneubau zusammenhingen, würde es voraussichtlich erst dann zu einem Austausch darüber kommen. Dabei warte man auf einen Entwurf für die Gestaltung und Nutzung des Geländes. Meckelburg: „Für uns ist selbstverständlich, dass wir diese Frage mit der Stadt und den zuständigen Behörden angehen.“

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Verwaltung begrüßt Antrag

Es werde sich dabei sicher ein Konzept entwickeln lassen, das alles berücksichtige: sowohl den Schutz des Talsperrengebiets als Wasserressource für die Trinkwassergewinnung als auch die Entwicklung des Südbereichs und das Erholungs- und Freizeitbedürfnis der Bürger.

Die Kritik an Gelsenwasser in den sozialen Netzwerken fand Bürgermeister Bodo Klimpel deutlich überzogen. Er habe allerdings wegen seines Urlaubs erst aus der Zeitung von der Debatte erfahren und bislang kein Gespräch mit dem Unternehmen geführt. „Stadt und Gelsenwasser haben ein ausgezeichnetes Verhältnis, ich sehe auch jetzt keine Probleme“, sagte er auf Nachfrage.

Gelsenwasser habe durchaus überlegt, die Freizeitaktivitäten an einer Stelle des Sees, nämlich in der Stadtmühlenbucht, zu bündeln und dafür das Südufer für die Öffentlichkeit unzugänglich zu gestalten, erklärte Baudezernentin Anette Brachthäuser. Es habe einen mündlichen, aber keinen schriftlichen Austausch darüber gegeben. „Wir brauchen aber die Erlebbarkeit des Sees an dieser Stelle, auch, um den Hotelstandort lebendig zu halten.“ Deshalb habe die Verwaltung den Antrag begrüßt.

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