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Eine Schifffahrt, die nicht lustig war

HALTERN/BORKUM Haika Kösters erinnert sich mit Schrecken an einen Bootstrip nach Helgoland. Die zwölfjährige Halternerin gehörte zu den 375 Passagieren des Ausflugskatamarans „Polarstern“, der in der vergangenen Woche vor Borkum verunglückte.

Eine Schifffahrt, die nicht lustig war

Heika Kösters.

Haika Kösters erinnert sich an alle Einzelheiten. Die 375 Passagiere des  „Polarsterns“ erwarteten einen Tagesausflug auf die Ferieninsel Helgoland, stattdessen begann eine Höllenfahrt mit Schwerverletzten. Haika Kösters berichte, die Hinfahrt nach Norderney sei schon aufgrund der Wellen turbulent gewesen.

Der 27-jährige Kapitän erklärte, so Haika,  wer nicht seefest sei, solle bitte auf Norderney aussteigen. Keiner der Passagiere habe das Schiff verlassen, da das Ausflugsziel Helgoland war. "Während der Rückreise nahmen Wellen und Windstärke enorm zu", erzählte die Zwölfjährige. Die Frontreling sei aus ihrer Verankerung gerissen, habe das vordere Panoramafenster durchbrochen.

"Das Schiff füllte sich im vorderen Teil mit Wasser. Die Passagiere kämpften mit Übelkeit und Angst", so Haika. Wer es nicht mehr aushalte, solle nach unten in die Gepäckablage gehen, habe der Käpten gesagt. Das gebrochene Fenster sei notdürftig repariert worden. „Es war sehr stickig in der Gepäckablage. Dort lagen mehrere Passagiere in ihrem Erbrochenen. Die anderen Passagiere befanden sich im oberen Teil des Schiffes."

Und weiter sagt Haika Kösters: "Es gab mehrere Verletzte, mit Splittern im Gesicht, sie bluteten am Kopf. Es gab nicht genug Verbandszeug an Bord. Die Wellen erreichten teilweise eine Höhe von vier Metern.“ Der Kapitän hätte laut Meinung anderer Passagiere wieder Helgoland ansteuern sollen. "Doch er blieb auf dem Kurs nach Borkum. Die Schreckensfahrt dauerte über vier Stunden an. Nach Ankunft in Borken kamen Rettungsdienste und Polizeikräfte zum Einsatz".

Das Schiff habe einen großen Riss am Schiffskörper aufgewiesen. Viele seien mit dem Schrecken davon gekommen, andere schwer verletzt gewesen. „Ich hatte Todesangst und dachte, ich muss sterben. Eine Fahrt bei der Reederei AG EMS werde ich nicht mehr mitmachen“, erklärt Kösters. Die Ermittlungen der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen sind noch nicht abgeschlossen

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