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Entsetzt über Korruption

Haltern Das war ein Hallo auf dem Flughafen in Düsseldorf. Um 22.57 Uhr landete die Maschine aus Sri Lanka. Zwei "müde Krieger" schlossen ihre Lieben glücklich in die Arme.

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Lisa Ritter und Mutter Maria Beuing. Rüdiger

Antje Meier wird am Düsseldorfer Flughafen von ihrer Mutter begrüßt. Rüdiger

Antje Meier und Lisa Ritter (kleines Foto) hatten viel zu erzählen, es sprudelte nur so aus ihnen heraus. "Loony haben wir leider nicht angetroffen, aber es geht ihr, der Oma und ihren Brüdern gut. Ganz viele Grüße von Sunil und Mahi Pale. Und, erinnerst Du Dich noch an Kumaris? Der Kleine mit nur einem Auge hat sich so prima entwickelt." Die beiden erzählten von ihren Eindrücken, dass sie alle Familien aus dem alten und dem Patenschaftsprogramm aufgesucht haben. Und zwei neue ins Projekt aufgenommen. Antje ist noch immer entsetzt über die unmenschlichen Verhältnisse, in denen die Familien leben. Leben? Selbst hausen ist noch freundlich ausgedrückt. "Man macht sich keine Vorstellung, wie schlimm es für manche Familien ist." Aber die beiden Frauen vom Verein "Haltern hilft Hikkaduwa" haben so viel helfen können, viele Spenden aus dem Container haben unzählige Menschen überglücklich gemacht.

Und dann setzte eine kurze Stille ein: Die Erinnerung an die Schwierigkeiten, den Container frei zu bekommen, die vielen Wege, die Bittgänge von einer Behörde zur andern, das nicht enden wollende "There ist a stamp missing...", "Sorry, but you still need..." kam hoch. Immer wieder gab es etwas Neues zu beanstanden, nachzureichen. "Einmal ist es ganz viel Bürokratie-Kram, der erledigt werden muss. Aber andererseits wollten da so viele mitverdienen. Wahrscheinlich haben sie gedacht: Lass die mal warten.

Vielleicht werden sie müde und verzichten auf den Container", mutmaßte Antje, entsetzt über die Korruption, und dass sie selbst tatenlos zusehen mussten. Aber letztlich, und dabei lachten die beiden schon wieder, müde, aber auch ein wenig stolz: "Wir haben es geschafft. Und alles, was wir gerne machen wollten, auch. Zwei harte Wochen, aber wir sind glücklich." Wenn man bedenkt, wie Sanjala Mannscha in Kandy gestrahlt hat, als wir die Grüße seiner Patenklasse 7 a des Joseph-König-Gymnasiums und Geschenke aus Deutschland überbrachten. Allein dafür hat sich der Aufwand gelohnt. Elke Rüdiger

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