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Bündnis gegen Rechts stellt Arbeit ein - Teillösung in Sicht

Es mangelt an aktiven Helfern

HALTERN Viele Bürger finden richtig gut, was das „Halterner Bündnis gegen Gewalt und Rechtsextremismus“ tut. Aber mitmachen wollen nur wenige.

Es mangelt an aktiven Helfern

Das Bündnis hatte in der Vergangenheit unter anderem jährlich den Sternmarsch gegen Rechts in der Halterner Innenstadt organisiert. Foto: Foto: Benjamin Glöckner

Das „Halterner Bündnis gegen Gewalt und Rechtsextremismus – für Toleranz und Demokratie“ stellt seine Arbeit ein. Dies teilt Sprecherin Heike Brüggemann in einem Schreiben an unsere Redaktion mit. In der letzten Zeit wurde es immer schwieriger, aktive Helfer für neue Aktionen und Veranstaltungen zu finden.

„Wie bei anderen kommen auch bei uns neben dem Bündnis weitere Verpflichtungen hinzu, sodass es bereits in der Vergangenheit kaum möglich war, Veranstaltungen anzubieten. Viele fanden es wichtig, was wir tun, aber mitmachen wollte keiner“, so Heike Brüggemann.

Regelmäßige Aktionen sind nicht mehr möglich

Das Bündnis könne deshalb keine regelmäßigen Aktionen oder Informationen mehr anbieten. „Wir lassen das Halterner Bündnis gegen Gewalt und Rechtsextremismus – für Toleranz und Demokratie aus diesen Gründen wieder ruhen“, so Brüggemann weiter, die sich bei allen Unterstützern für zehn Jahre gute Zusammenarbeit bedankt.

Bürgermeister Bodo Klimpel bedauert das Aus des Bündnisses „Ich bedanke mich bei allen, die in den letzten Jahren aktiv dort mitgearbeitet haben. Gleichzeitig bin ich sicher, dass es bei uns in Haltern am See einige Bürgerinnen und Bürger gibt, die diese wichtige Arbeit auch künftig fortsetzen werden“, so der Halterner Bürgermeister. Das bestätigt Hermann Döbber vom Halterner Asylkreis. „Wir haben noch kürzlich ein Vorgespräch mit den Aktiven geführt, um über Möglichkeiten einer Kooperation nachzudenken“, so Döbber auf Anfrage. Dabei konnte aber keine Übereinkunft getroffen werden.

Asylkreis plant Sternmarsch am 9. November

Der Asylkreis wird einen Teil der Aufgaben des Bündnisses weiterführen. „Wir werden am 9. November den Sternmarsch gegen Rechts in Kooperation mit der Diakonie, der Caritas, den Kirchen und mit Unterstützung der Stadt – allerdings vielleicht unter einem anderen Namen – wieder durchführen, der im letzten Jahr leider ausgefallen ist.“

Einige ehemalige Aktive des Bündnisses engagieren sich bereits im Asylkreis. Auch Heike Brüggemann schließt nicht grundsätzlich aus, sich in Zukunft wieder zu engagieren.

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