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100 Jahre Erlöserkirche

Feierlichkeiten haben begonnen

HALTERN Für die Evangelische Kirchengemeinde ist es der Höhepunkt des Jahres: Die Festwoche zum 100-jährigen Jubiläum der Erlöserkirche. Am Freitag Abend begannen die Feierlichkeiten. Zu Gast war auch Superintendent Peter Burkowski.

Feierlichkeiten haben begonnen

Stießen auf das runde Jubiläum der Erlöserkirche an: Dechant Martin Ahls (v.l.), die Dülmener Pfarrerin Susanne Falke, Pfarrer Karl Henschel, Bürgermeister Bodo Klimpel und Superintentend Peter Burkowski.

Beim Jubiläumsempfang in der Erlöserkirche am Freitagabend verwies der Recklinghäuser Superintendent Peter Burkowski in seiner Festrede auf die besondere Funktion von Gotteshäusern. „Kirchen weisen auf Gott hin – auf einen Gott, der nicht in Mauern zu Hause ist, sondern in dieser Welt und in jeder und jedem von uns.“ Kirchen seien nicht unnütz, sondern sie erinnerten die Welt und die Menschen daran, dass es noch etwas anderes gibt als das Hetzen nach Wachstum und Erfolg. Burkowski machte auch deutlich, wie sehr sich der Protestantismus in den vergangenen 100 Jahren seit dem Bau der Erlöserkirche gewandelt hat. Würde man ein Dornröschen heute wach küssen, wäre es verwirrt, führte er aus.

Früher sei die evangelische Kirche national und kaisertreu, antikatholisch und antisozialdemokratisch gewesen. Heute überrasche sie in Haltern mit einem modernen Festprogramm, zu dem Kirchenkabarett, Rock im Hof oder Ökumene mit Humor gehört. Bürgermeister Bodo Klimpel erklärte, dass die Verantwortlichen der Halterner Kirche mit dem Neubau an der Hennewiger Weg Weitsicht bewiesen hätten. Die Lage sei auch heute noch ein Glücksfall. „Auch städtebaulich ist diese Kirche ein richtiger Kristallisationspunkt in diesem noch relativ neuen Stadtviertel.“ Für ihn als Bürgermeister sei es entscheidend, dass die Vertreter beider Konfessionen in Haltern ein gutes Miteinander lebten. Dass dies nicht nur ein frommer Wunsch ist, bestätigte Dechant Martin Ahls. Er sprach von „gut gelebter ökumenischer Gemeinschaft“, die in kleinen Schritten fortgeführt werde. Außerdem gab Ahls eine Anekdote aus seiner Anfangszeit in Haltern im Mai 1998 zum Besten.

In den ersten Tagen habe er die Halterner Kirchen besucht und dabei zunächst das Gotteshaus an der Hennewiger Weg als katholische Kirche ausgemacht. Gleichzeitig sei er überzeugt gewesen, dass es sich bei der Kirche „mit dem silbernen Kreuz und dem Betonkreuz“ (= Marienkirche) um eine evangelische handeln müsse. Die Dülmener Pfarrerin Susanne Falke knüpfte inhaltlich an den Superintendenten an, indem sie herausstellte, dass eine Kirche ein Ort sei, an dem der Mensch sich ganz auf Gott ausrichten könne. Anschließend lud Pfarrer Karl Henschel zum Imbiss, der vom Presbyterium vorbereitet wurde. Silvia Wiethoff

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