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"Snowchild"

Halterner Regisseurin zeigt Film in Düsseldorf

HALTERN Momentan laufen die Japanischen Filmtage in Düsseldorf. Auch "Snowchild" wird dort gezeigt. Geschrieben, gedreht und auch produziert hat ihn die Halternerin Uta Arning. Er ist ihr bislang größtes Projekt. Wir zeigen eine Vorschau auf den Film.

Halterner Regisseurin zeigt Film in Düsseldorf

Die Halternerin Uta Arning hat nicht nur das Drehbuch zum Film "Snowchild". Sie hat auch Regie geführt.

Der komplett in Japan entstandene Film erzählt von der ersten großen Liebe der 16-jährigen Yukuko zu einem älteren Europäer, die mit der enttäuschenden Erkenntnis endet, dass ihre Beziehung nur ein amüsantes Spiel für ihn ist. Vor lauter Schmerz verliert Yukuko ihre Stimme. Selbstmord scheint ihr der einzige Ausweg und so beschließt sie ihrem Leben im „Hotel ohne Namen“ eine Ende zu setzen.

Das Hotel ist ein Ort der verlorenen Seelen, von dessen Balkon sich die Menschen ins offene Meer hinabstürzen. Im letzten Moment verhindert der Junge Kazuhiro, dass Yukuko eine von ihnen wird. Er verspricht, ihr ihre Stimme wiederzugeben. Die Idee zu dem Film kam Uta Arning in der Tokioter U-Bahn. „Ich wurde Zeugin eines Selbstmordversuchs“, erzählt die 34-Jährige. Zum Glück überlebte der Mann. „Aber ich war erschüttert, die Routine der Menschen zu beobachten. Es schien zu ihrem Alltag zu gehören. Viele meiner japanischen Bekannten konnten mir Geschichten von Menschen erzählen, die sich das Leben genommen haben.“

Um den Zuschauern Abstand zu dem schweren Thema zu erlauben, war es Arning wichtig, einen surrealen Ort zu erschaffen. Mit dem Hotel an den Klippen hat sie ihn gefunden. „Snowchild“ war 2011 das Regiedebüt der Halternerin. Er lief im Wettbewerb auf dem Moskauer Filmfestival und wurde sowohl in Russland als auch in Schweden mit Preisen ausgezeichnet. Außerdem lief er neben anderen neuen deutschen Filmen in Cannes. Vorher drehte sie zahlreiche fiktionale wie auch dokumentarische Kurzfilme. Ihre Leidenschaft zur Filmarbeit hat die Halternerin während ihres BWL-Studiums entdeckt. In dieser Zeit verbrachte sie ein Jahr an der Sophia Universität in Tokio. „Für die Daheimgebliebenen begann ich mein Leben mit einer digitalen Filmkamera zu dokumentieren“, erinnert sich Uta Arning.

An der japanischen Universität gründete sie einen Filmclub, in dem japanische Filme gezeigt und diskutiert wurden. Nach Abschluss des Studiums entschied sie sich dann, im filmischen Bereich zu arbeiten. Sie zog nach Berlin, arbeitete an mehreren Projekten mit, bis sich schließlich die Chance ergab, ein Filmstudium an der New York University Tisch School of the Arts Asia in Singapur aufzunehmen. Derzeit unterrichtet Uta Arning als Gastdozentin „Filmproduktion“ in Schweden und dreht in Japan einen kurzen Dokumentarfilm. Sie schreibt an einem neuen Langspielfilm und arbeitet an mehreren kleineren Projekten. „Meine erste Adresse ist aber noch immer in Haltern am See. Dort ist ebenfalls unser Sohn in diesem Jahr zur Welt gekommen“, sagt die Künstlerin. 




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