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Halternerin wurde frei gesprochen

HALTERN Frei gesprochen vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung wurde eine Halternerin (40) am Freitag vom Amtsgericht Castrop-Rauxel.

Ihr wurde vorgeworfen, bei einem Unfall auf der A 2 den Tod eines 46-jährigen Fahrers eines VW-Transporters verursacht zu haben. Dieser hatte am 30. Juni 2007 gegen 2.50 Uhr ein Ausweichmanöver versucht, wobei sein Fahrzeug umkippte und die Fahrbahn in Richtung Hannover versperrte. Ein Autofahrer (42) erfasste die Situation, stoppte sein Fahrzeug und half dem verunglückten Fahrer, das Führerhaus über die Beifahrerseite zu verlassen.

Dann rief er die Polizei und versuchte gemeinsam mit dem Fahrer des Transporters, den Verkehr zu warnen. Stellte ein Warndreieck auf und schwenkte seine Taschenlampe. So schafften es einige Fahrzeuge, die Unfallstelle zu umfahren. Nur Minuten später Chaos an der Unfallstelle. Ein Mercedes war in den Transporter gerast, weitere Fahrzeuge waren kollidiert, rund ein Dutzend Personen liefen auf der Bahn herum. Auf dem Mittelstreifen wurde der schwer verletzte Fahrer des Transporters gefunden. Er starb noch an der Unfallstelle.

Angeklagt, seinen Tod verschuldet zu haben, war die Halternerin. Erst spät habe sie nach der lang gezogenen Kurve das umgestürzte Fahrzeug erkannt, rechts ein Warnblinklicht gesehen und ihr Fahrzeug auf die linke Spur gelenkt. Vermutete dort eine Lücke. Wie aus dem Nichts sei da jemand aufgetaucht, habe die Arme hoch geworfen. Es krachte. Dann sei sie ohnmächtig geworden. Nach Zeugenaussagen, Polizeiprotokollen und technischem Gutachten stand fest, dass die Frau aus verschiedenen Möglichkeiten zu reagieren, die falsche gewählt hattee. Doch das konnte man ihr, so der Richter, nicht zum Vorwurf machen.

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