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Jede Minute zählt beim Herzinfakt

Haltern Bis 1985 machten Patienten einen Herzinfarkt bis zum Ende durch. Herzmuskelzellen starben irreparabel ab. Kammerflimmern führte zum Tod. Heute sind Entwicklung medizinischer Instrumente und Begleitmedikation so weit fortgeschritten, dass meist ein Infarkt verhindert werden kann. Voraussetzung allerdings ist schnelles Handeln bei den ersten Anzeichen.

Viele Risiken

Zum sechsten Mal referierte Dr. Ramon Martinez, Oberarzt der Kardiologie im Verbund des St. Sixtus-Hospitals Haltern mit dem Marienhospital in Marl, zum Thema Herzinfarkt. Der Saal im Alten Rathaus war am Donnerstagabend gut gefüllt. Überwiegend die ältere Generation fühlte sich angesprochen, obwohl auch unter 50-Jährige durchaus infarktgefährdet sein können. Genetische Veranlagung, Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes mellitus, zu hoher Kochsalzkonsum und ein erhöhter Cholesterin-LDL-Wert können Ursachen für die Bildung von Ablagerungen in den Blutgefäßen des Herzmuskels sein. 7000 Liter pumpt der Herzmuskel täglich durch den Körper. Verengungen führen zur Störung des Blutflusses. Bilden sich Blutgerinsel, ist ein Gefäßverschluss die Folge. Dazu muss es jedoch nicht kommen. Atemnot bei leichter körperlicher Betätigung, Schweißausbrüche, diffuse Rücken- oder Bauchschmerzen, Beschwerden im linken Arm, Übelkeit, Erbrechen, Kiefer- oder Halsbeschwerden können auf Störungen hin weisen.

"Der Beginn des Infarktes verläuft meistens längst nicht so dramatisch, wie das in Filmen dargestellt wird", warnte Dr. Martinez. Durch Ultraschall und EKG sei schnell ein Befund abzuklären. Bei Verdacht auf einen Infarkt sollte sofort der Notarzt gerufen werden, um die richtige Versorgung sicherzustellen. Defibrillatoren werden beim Kammerflimmern eingesetzt.

Elektroschock

Der Elektroschock lässt den Herzmuskel wieder regelmäßig arbeiten. Allerdings muss die Defibrillation innerhalb von zehn Minuten erfolgen, sonst ist Hirntod die Folge. "Scheuen Sie nicht, an stark frequentierten Plätzen die öffentlich ausgehängten Laien-Defis zu verwenden", forderte Dr. Martinez auf, "wenn jemand zusammenbricht und Sie ein Herzproblem vermuten. Er funktioniert nur bei Kammerflimmern." ela

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