Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Kompromisslösung

Kein "Windhundprinzip" bei Windkraftanlagen

HALTERN Wenn es um die Standortnutzung in Sachen Windvorrangzonen geht, stehen Landschafts- und Umweltschutzgesichtspunkte im Vordergrund. "Wenn man sich nur nach der Rechtssituation richtet, können am Ende alle verlieren", sagte Hans Görß von der Kreisverwaltung.

In Sachen Halterner Windvorrangzonen laufen derzeit die Drähte zwischen Stadt- und Kreisverwaltung als Genehmigungsbehörde heiß. Der Leiter der Unteren Emissionsschutzbehörde beim Recklinghäuser Kreis, Hans Görß, bestätigte, dass die optimale Standortausnutzung unter Landschafts- und Umweltschutzgesichtspunkten im Vordergrund steht. Die beantragten Windkraftanlagen mit jeweiligen Gesamthöhen zwischen 126 Meter und 200 Meter sollen nach Möglichkeit nicht nach dem „Windhundprinzip“ (=der Erste setzt sich durch) errichtet, sondern als Kompromisslösung aller Beteiligten auf die verschiedenen Windvorrangzonen verteilt werden.„Richtet man sich nur nach der Rechtssituation, könnten am Ende alle verlieren“, machte Görß aus Erfahrung deutlich. Über die von der Stadt aufgebenen Vorrangzonen in Hullern (Zone V) und nördlich von Lippramsdorf (I) wird nicht verhandelt. Die Hullerner Fläche wurde vom Kreis bis zum 30. September 2012 zurückgestellt. Für zwei beantragte Windräder in der Liprramsdorfer Zone I erteilte der Kreis einen Ablehnungsbescheid, für ein weiteres wurde der Antrag zurückgezogen. Mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes und einer Veränderungssperre wurde die Planung für die übrigen Zonen von der Stadt Haltern und der Politik vorangetrieben. In der Zone II östlich Lippramsdorf-Freiheit sind vier Anlagen geplant. Für zwei Anlagen hat der Kreis bereits einen Vorbescheid erlassen.

Ein ursprünglich im Wald nördlich der B 58 vorgesehenes Windrad wird nicht gebaut. Weil der Kreis dem Antragsteller signalisierte, dass sein Vorhaben so gut wie keine Erfolgsaussichten hat, zog dieser seinen Antrag zurück. Östlich der A 43 in Lavesum (Zone III) sind sieben Anlagen beantragt. Westlich von Sythen (Zone IV) sollen vier Windräder zum bereits existierenden hinzukommen. „Ich bin guten Mutes, dass die Feinabstimmung und die Gespräche zwischen allen Beteiligten zum Erfolg führen werden“, teilte Hans Görß über den aktuellen Stand des Planungsprozesses mit. 

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Neuwahlen beim Freibadverein Sythen

Andrea Beck zieht sich aus dem Vorstand zurück

Sythen Als der Verein Freibad Sythen gegründet wurde, erklärte sich Andrea Beck dazu bereit, „ein wenig Mitgliederverwaltung“ zu übernehmen. Daraus wurden zwölf Jahre Verantwortung im Vorstand. Wir blicken mit ihr zurück.mehr...

Joseph-Hennewig-Hauptschule stellt sich vor

Teebeutelrakete und Hui-Propeller im Physikraum

HALTERN Schüler und Lehrer der Joseph-Hennewig-Hauptschule haben beim Tag der offenen Tür am Samstag das Programm der Schule vorgestellt. Unter anderem haben sie im Physikraum Blitze entstehen und Teebeutelraketen steigen lassen.mehr...

Jazz im Lea-Drüppel-Theater

Vielseitiges Musik-Duo begeistert mit persönlichen Texten

HALTERN Jazzmusik vom Feinsten im Lea-Drüppel-Theater: Das erfolgreiche Duo Sabine Kühlich und Laia Genc brachte am Samstagabend die Musik des US-amerikanischen Pianisten Dave Brubeck nach Haltern. Unseren Autoren haben die Frauen voll überzeugt.mehr...

Umbau bis 2022 geplant

In Haltern sollen die Bushaltestellen barrierefrei werden

Haltern Alle Haltestellen in Haltern sollen bis 2022 barrierefrei umgestaltet sein. Das schreibt das Personenbeförderungsgesetz von 2013 vor. Aber das wird wohl nicht klappen.mehr...

Sängerin auf der Karriereleiter

Wie die Halternerin Maxime Shakir zu Nashira Cole wurde

HALTERN Eine Halternerin auf dem Weg nach oben: 2012 begeisterte Maxime Shakir die Zuschauer als „Aida“ in einem Schülermusical und arbeitet an einer Karriere als Sängerin. Als Nashira Cole ist die 23-Jährige bald bei ARD und ZDF zu sehen.mehr...

„Friederike“ schlug Schneisen in Hoher Mark

So hat der Orkan im Wald bei Haltern gewütet

Haltern RVR-Förster Michael Reidemeister ist sturmerprobt. Er hat „Wiebke“ am 28. Februar 1990 erlebt. Oder „Kyrill“ am 18. Januar 2007, der dem Baumbestand in der Hohen Mark zwischen Haltern und Dorsten besonders heftig zusetzte. „Friederike“ setzte am 18. Januar 2018 noch einen drauf. Sie spielte Mikado mit ausgewachsenen Fichten und Kiefern und stellte den Wald bei Haltern auf den Kopf.mehr...