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Park+Ride-Parkplatz

Mächtige Eidechsen verzögern Baubeginn

HALTERN Zauneidechsen verzögern ein Millionen-Projekt: Der Start zum Bau von Tunnel und Park & Ride-Anlage am Halterner Bahnhof wird sich um etwa ein Jahr verschieben, bestätigt die Pressestelle der Deutschen Bahn auf Anfrage.

Mächtige Eidechsen verzögern Baubeginn

Eine Zauneidechse.

„Zur Eidechsenfrage sind noch nicht alle Gespräche und Abstimmungen abgeschlossen“, sagt DB-Mitarbeiter Franz Heumüller. „Derzeit befinden wir uns im Planfeststellungs- und Genehmigungsverfahren. Das schließt auch das Procedere der Umsiedlung der Eidechsen mit ein“, erklärt Heumüller im Auftrag der Bahn. Er geht davon aus, dass aus heutiger Sicht sich die Kosten durch die Verzögerung nicht erhöhen werden.

Seit nunmehr 17 Jahren ist die umfangreiche Umgestaltung des Bahnhofs im Gespräch, immer wieder wurde ausgebremst. Erst im September 2010 wurden die Signale auf Grün gestellt und der Baustart des Projektes für diesen Monat angekündigt, jetzt wieder Rot. Geplant ist die Verlegung von 350 Pendlerparkplätzen von der Nord- (Annabergstraße) zur Südseite (Ikenkamp) sowie die Verlängerung des Fußgängertunnels an der alten Recklinghäuser Straße von 30 auf 60 Meter zur Anbindung an die Bahngleise. Über die Kosten ist nur bekannt, dass die Bahn das Vorhaben komplett finanziert, die Stadt lediglich für Pflegemaßnahmen zuständig sein soll.

Vor vier Jahren kam die gute Nachricht aus Düsseldorf, das Land werde im Rahmen der Modernisierungsmaßnahme (MOF) 2 insgesamt 323 Millionen Euro für die Sanierung von mehr als 100 kleineren und mittleren Bahnhöfen bis zum Jahr 2013 bereitstellen. Das Verkehrsministerium sprach daraufhin Haltern 4,3 Millionen Euro zu. Auch die Stadt hat sich im Laufe der Jahre wiederholt bemüht nachzuhaken, ob die zeitlichen Zusagen seitens der Bahn eingehalten werden. Durch die Verlagerung eines Großteils des Autoverkehrs auf die Südseite des Bahnhofs erhofft sich die Kommune eine Entlastung der Schulwege rund ums Schulzentrum. Aber auch die Anwohner von Bahnhof- und Annabergstraße würden von der Maßnahme profitieren. Sie hatten sich in der Vergangenheit vielfach über Verkehrslärm beschwert.

Ob jetzt die am Ikenkamp lebenden Eidechsen der einzige Grund für die Verschiebung des Projekts P&R-Anlage ist, war von Bahnseite nicht zu erfahren. „Fakt ist, dass Bahndämme und Gleisanlagen zum natürlichen Lebensraum der Zauneidechsen gehören“, sagt Niels Ribbrock, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Biologischen Station des Kreises Recklinghausen. Die streng geschützte Echse kommt seines Wissens nach auch in der Westruper Heide und an der Jugendherberge in Haltern vor, bei deren Ausbau 200 Exemplare gefangen und verlagert wurden. „Die zurzeit brütenden Tiere können am besten im August/September gefangen und umgelagert werden“, weiß Ribbrock, der anmerkt, dass man die Rückkehr in die Baustelle aber nur mittels teurem Reptilienzaun verhindern kann.

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