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Malerische Erlebnisse

SYTHEN Sie reist gerne und intensiv. Und aus allen Ländern bringt sie besondere Impressionen mit. Die Menschen, ihre Kultur und soziale Strukturen interessieren sie ebenso wie Tiere, Flora und Fauna.

Jetzt hat Charlotte Herkströter Afrika im Visier. Für eine Gemäldeausstellung Ende August 2008 in der Stadtbücherei sammelt sie Eindrücke. "Ende des Jahres geht es nach Südafrika. In vielen anderen Ländern Afrikas war ich schon."

Den so kontrastreichen Kontinent will sie auf ihre eigene Art auf die Leinwand bannen. Mit Kenia hat sie begonnen. "Das Land ist auf der einen Seite so arm, dann wieder zeigen die Menschen einen anderen Reichtum. Sie schmücken ihre Körper." Pinzette, Zahnstocher und andere Hilfsmittel waren das Werkzeug für zwei Werke, die eingeborene Frauen mit Paillettenschmuck zeigen. Stoffe, Münzen, Steine - alles, was typisch ist für das Land, nimmt Charlotte Herkströter mit nach Hause.

Musik und Märchen

Bernd Köster, Leiter der Stadtbücherei, wird die Ausstellung literarisch begleiten. "Afrikanische Musik, Märchen - wir denken uns für die Vernissage ein attraktives Begleitprogramm aus", freut sie sich. Für die gebürtige Leutkircherin (bei Ravensburg) ist dies das erste Projekt in der Seestadt. Seit zwei Jahren lebt sie mit ihrer Familie in Sythen, betreut zurzeit einen Kindermalkurs der VHS im Gymnasium.

"Malen hat mich schon immer fasziniert". Als Krankenschwester in der Psychiatrie hatte sie mit Entzugspatienten zu tun und beschäftigte sich mit Maltherapien. In der Kunstakademie in Ravensburg erlernte sie die Aktmalerei. Seit 13 Jahren ist die Sythenerin freischaffende Künstlerin.

Rund um ihre alte Heimat gebe es kaum ein Kind, das sie nicht kennt. An die 300 betreut sie dort auch jetzt noch innerhalb einer Woche im Sommerferienprogramm. Erwachsene entführt sie gern auf malerische Reisen. Wie zuletzt nach Dresden. Zwei Vormittage wird gemalt, rundherum schmücken Kunst und Kultur das Drei-Tages-Programm aus. Historisches Gewölbe, Frauenkirche und Zwinger sind ein Muss. Tapas am Abend und Märchen im Kuppelrestaurant ließen die Teilnehmer kulinarisch entspannen. "Ich bemühe mich immer um ein attraktives Beiprogramm."

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