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Mit dem Cabrio nach St. Petersburg

SYTHEN Eine etwas ungewöhnliche Jubiläumsfahrt unternahm der Peugeot 504 Coupé Cabrio-Club anlässlich seines 25-jährigen Clubjubiläums. Mit dabei: die dreiköpfige Familie Birgit, Christian und Paul (8) Hölper vom Hellweg 69.

Mit dem Cabrio nach St. Petersburg

Christian Hölper erhielt zum Abschluss der Tour den Preis für die weiteste Anreise. In Düsseldorf nahmen die Sythener noch an der Oldtimer-Rallye Tour de Düsseldorf anlässlich des 8. Düsseldorfer Frankreichfestes teil.

Als Sammelpunkt wurde die Hauptstadt Finnlands ausgesucht. In Helsinki starteten am 29. Juni acht 504 Cabrios und ein Coupé nach St. Petersburg. Durch die finnische Waldlandschaft ging es auf der Europastraße 18 zur EU-Außengrenze. Über den finnisch-russischen Grenzübergang fuhr die ungewöhnliche Autokolonne über teilweise gewöhnungsbedürftige Straßen zur ersten Übernachtung nach Sestrorezk. Der Badeort der St. Petersburger bietet einige Hotels mit erstaunlichem Standard und landestypischer Küche – mit Wodka wurde auf heil gebliebene Stoßdämpfer angestoßen.

Einer Herausforderung der besonderen Art stellten sich die Teilnehmer dann am nächsten Tag: mit dem eigenen Fahrzeug quer durch St. Petersburg. Im Briefing vor der Abfahrt wurden drei dreier Teams gebildet, die möglichst zusammenbleiben sollten. Das klappte auch hervorragend. Das Roadbook war gut erstellt, so dass trotz vier Fahrspuren mit sechs Fahrzeugen nebeneinander, Stop and Go-Verkehr, Abbiegen diagonal über die mittig verlaufenden Straßenbahnschienen, alle das Hotel durch die gesamte Stadt ohne Blessuren erreichten. In den nächsten Tagen wurde dann die kulturhistorische Seite St. Petersburgs mittels geführter Touren im gecharterten Bus erkundet.

Ein besonderes Erlebnis waren die berühmten „weißen Nächte“. In den Nächten um die Sommersonnenwende herrscht in St. Petersburg eine besondere Stimmung. Es wird kaum dunkel. Man hatte den Eindruck, dass alle Menschen auf den Beinen waren und die Nacht genossen. Die Kneipen an der Erlebnismeile „Nevskij Prospekt“ waren gefüllt und es herrschte ein geschäftiges Treiben. Kurz nach Mitternacht wurden dann die Brücken des durch St. Petersburg verlaufenden Flusses Neva geöffnet. Die Brückenöffnung glich jeden Abend einem Volksfest. Das unbeschreibliche Flair sprang auf die Teilnehmer über und die Nächte waren entsprechend kurz.

Erstaunlich war auch das Straßenbild: Eigentlich rechnet man mit vielen Fahrzeugen aus alter russischer oder östlicher Produktion: Wolga, Lada, Kamaz, Gaz und Co. waren seltener als erwartet, erstaunlicher Weise konnte man sehr viele große Geländewagen aus deutscher, japanischer und amerikanischer Produktion erkennen. Die „Hummerdichte“ war exorbitant, selbst als Stretchlimousine konnte man die amerikanischen SUV mehrfach sehen. Spritkosten sind in Russland auch wohl kein entscheidender Faktor bei der Autowahl, man konnte für umgerechnet ca. 60 Cent/l Super 95 tanken. Ein krönender Tagesabschluss war für einige der Besuch des weltberühmten Marinskij Theaters.

Am letzten Tag nutzte man dann die günstige Gelegenheit und fuhr morgens um sechs zum menschenleeren Schlossplatz direkt an der Ermitage, um ein paar schöne Erinnerungsfotos zu schießen. Die Rückfahrt verlief problemlos und man reiste direkt zum internationalen Peugeottreffen der L´Aventure Peugeot nach Turku/Finnland, wo man weitere vier Tage verbrachte. Anschließend fuhr Familie Hölper durch bis nach Düsseldorf, wo Christian Hölper, der freiberufliche Kfz-Ingenieur bei der dortigen Oldimer-Rallye, den Pokal für die weiteste Anreise in Empfang nehmen konnte.

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