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Für den 10. Juni geplant

Monstertruck-Show entfällt - Veranstalter kümmerte sich nicht um Genehmigung

HALTERN Eigentlich wollte Familie Lemoine am 10. Juni mit ihrer Monstertruck-Show für viel Spaß vor dem Praktiker-Baumarkt sorgen. Doch die Stadt verhinderte dies, denn die Familie kümmerte sich nicht rechtzeitig um eine Genehmigung.

Monstertruck-Show entfällt - Veranstalter kümmerte sich nicht um Genehmigung

Alles platt walzen: Viel Schrott hätte es in Haltern geben sollen. Die Stadt genehmigte die Show jedoch nicht.

Lautes Getöse, knirschende Bleche, röhrende Motoren: So hatte sich die auf Monstertruck-Shows spezialisierte Familie Lemoine ihre PS-starke Inszenierung in Haltern vorgestellt. Doch die Stadt erteilte dem Veranstalter eine Absage für den geplanten Auftritt am Sonntag, 10. Juni, vor dem Praktiker-Baumarkt. „Das ist für unseren kleinen Familienbetrieb schon ein herber Rückschlag“, kommentiert Patrick Lemoine. Er war fest davon ausgegangen, seine große Schau problemlos am Sonntag abziehen zu können. Nun kann er nicht ganz nachvollziehen, warum ihm die Stadt Haltern so kurzfristig einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Denn in Städten wie Duisburg, Oberhausen und Dorsten sei eine kurzfristige Aufführung kein Problem gewesen. Georg Bockey, Pressesprecher der Stadt Haltern, möchte die Klagen des Veranstalters nicht unwidersprochen lassen. „Nicht der Veranstalter hat sich um eine Genehmigung gekümmert, sondern die Verwaltung hat ihn um Papiere zur Genehmigung kontaktiert“, sagt er. Seinen Informationen nach habe sich die Familie Lemoine überhaupt nicht an die Stadt gewandt, sondern erst Plakate geklebt. Die seien einer Mitarbeiterin des Ordnungsamtes aufgefallen. Daraufhin habe die Stadt bei Lemoine nachgefragt. Und erst vor kurzem habe die Stadt einige Unterlagen erhalten, die aber für eine Genehmigung der Veranstaltung nicht ausgereicht hätten.

„Allein schon beim Aufstellen eines blickdichten Zauns und das Freihalten von Wegen und Flächen für Feuerwehr und Polizei ist für die Stadt eine gewisse Vorlaufzeit zwingend erforderlich“, so Bockey, der das auch für Privatgelände reklamiert, auf denen eine solche öffentliche Veranstaltung stattfinden soll. Die Familie Lemoine zieht mit ihrer Show seit mehr als 20 Jahren übers Land. Bei ihren Aufführungen auf Parkplätzen vor Baumärkten und Möbelhäusern sei es noch nie zu Zwischenfällen mit Zuschauern gekommen. „Wir veranstalten doch keine Loveparade, wir freuen uns, wenn 150 Zuschauer unsere Darbietung sehen wollen“, ärgert sich Patrick Lemoine, dass solche Vergleiche herangezogen werden. Nicht nur die Einnahmen eines Tages gehen der Familie jetzt durch die Lappen, die Kosten für das Hängen und wieder Abhängen der Plakate sowie schon vergebene Freikarten, die jetzt wieder zurückgenommen werden müssen, verursachen Ärger. Ein schlechtes Verhältnis zur Stadtverwaltung in Haltern wünscht die Familie trotzdem nicht. „Beim nächsten Mal müssen wir uns eben früher um die entsprechenden Genehmigungen kümmern“, weiß Lemoine jetzt.

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