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42-Jährige soll an Bettenlager-Überfall beteiligt sein

Mutmaßliche Mittäterin vor Gericht

HALTERN/ESSEN Im Juni 2017 ist ein damals 48-jähriger Marler vom Landgericht Essen zu einer sechsjährigen Haftstraße verurteilt worden, weil er mehrere Geschäfte überfallen hatte, unter anderem am 9. August 2016 das Dänische Bettenlager an der Münsterstraße. Am Freitag (4. Mai) wird nun seiner mutmaßlichen Mittäterin der Prozess gemacht.

Mutmaßliche Mittäterin vor Gericht

Das Dänische Bettenlager an der Münsterstraße wurde am 9. August 2016 überfallen. Der Räuber ist mittlerweile verurteilt. Seine mutmaßliche Mittäterin steht ab Freitag vor Gericht.(Archiv) Johanna Wolter Foto: Foto: Johanna Wolter

Der 42-jährigen Marlerin wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, gemeinsam mit ihrem Bekannten insgesamt sechs Überfälle auf Geschäfte begangen zu haben. Dabei soll die Frau den Mann teils in die Geschäfte begleitet, teils lediglich das Fluchtauto gefahren haben. Die Tatorte waren in Marl, Dorsten und in Haltern am See.

Der bereits verurteilte Räuber hatte bereits in seiner Verhandlung die Frau als Mittäterin benannt. Nach Angaben des Mannes soll sie an allen Überfällen beteiligt gewesen sein. Die Beute von insgesamt 20.000 Euro, so gab er damals vor Gericht an, soll geteilt worden sein. „Sie ist immer vor mir reingegangen und hat mir ein Zeichen gegeben, wenn alles okay war“, sagte der Angeklagte den Richtern. Manchmal habe sie die Verkäuferin auch in ein Gespräch verwickelt, um sie abzulenken. „Außerdem hat sie den Fluchtwagen gefahren.“

„Völlig überfordert“

Der Ex-Hausmeister hatte die Frau Anfang 2015 über ein Internet-Portal kennengelernt. Sie ist Mutter von fünf Kindern und war nebenbei Rettungssanitäterin. Geld hatten beide nicht genug. „Wir haben dann in der Zeitung gelesen, dass viele Leute Überfälle machen“, sagte der Verurteilte damals den Richtern. „Da haben wir das auch gemacht.“ Es sei aber immer spontan gewesen. „Eigentlich war ich völlig überfordert.“

Die Frau war noch während des laufenden Prozesses festgenommen worden. Den Haftbefehl hob die Landgerichtkammer im Juli 2017 aber wieder auf, weil kein dringender Tatverdacht bestanden hätte, wie Dr. Johannes Hidding, Pressesprecher des Landgerichts auf Anfrage erklärte. Andere Verhandlungen wurden deshalb vorgezogen.

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