Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Halterner Ehepaar kam durch das Fernsehen gleich dreimal auf den Hund

Neues Glück im neuen Zuhause

HALTERN Margret Zihla schaut sonntags gern am frühen Abend Fernsehen. Ihr Mann Reinhold wird dann stets ein bisschen nervös. Denn durch das Fernsehen ist das Ehepaar nicht nur auf einen, sondern gleich auf drei Hunde gekommen.

Neues Glück im neuen Zuhause

Margret und Reinhold Zihla mit den Hunden (v.l.) Mindy, Theo und Coco. Die Hunde haben sich bestens in Haltern eingelebt. Foto: Foto:Ingrid Wielens

Wildes Gebell empfängt den Besucher des Ehepaars Zihla in Haltern, sobald er an der Haustür klingelt. Theo, Mindy und Coco wachen dort. Betreten darf man das Territorium im Wienäckern aber durchaus. Freudig begrüßen die drei Hunde den Gast. Bei der WDR-Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ haben sich Margret (61) und Reinhold (65) Zihla in diese Vierbeiner verguckt. „Weggeben würden wir keinen mehr. Jeder Hund hat seine eigene liebenswerte Art“, schwärmt Margret Zihla. Für das Wohl der Tiere scheuen die beiden keine Kosten und keine Mühe. „Sie haben Schlimmes erlebt. Wir wollen ihnen eine schöne Zeit ermöglichen“, sagt Ehemann Reinhold.

Dackelmix Theo, inzwischen 12 Jahre alt, kam 2013 nach Haltern. Der Hund ist taub. Schon als Welpe wurde er von einem Auto angefahren und verlor dabei seinen linken Vorderlauf. Theo stammt aus Polen.

Glücklich auf drei Beinen

Margret Zihla erinnert sich genau: 2013, an einem verregneten Sonntag, habe sie die Tiervermittlungssendung geschaut, als Theo von der Moderatorin vorgestellt wurde. „Ich fand ihn direkt toll und seine Behinderung fiel überhaupt nicht auf, so selbstverständlich tobte er mit den anderen Hunden.“ Theo kommt auch auf drei Beinen bestens zurecht.

Zwei Mopsdamen lebten bereits in dem Haushalt. Das Trio verstand sich prächtig. Kommuniziert wird mit dem gehörlosen Vierbeiner per Handzeichen. „Theo ist sehr aufmerksam und hat uns ständig im Blick“, sagt Margret Zihla.

Das ist das neue Zuhause von Theo, Mindy und Coco

 

Zwei Jahre später, kurz nach dem Tod des einen Mopses, passierte es wieder. In der Sendung, bei der Tiere aus Tierheimen und dem Tierschutz vermittelt werden, wurde Mindy vorgestellt. Der Terrier-Mix aus Portugal (4), der an einer Kette in einem Schweinstall aufgewachsen war, kam ebenfalls nach Haltern. „Sie war so niedlich“, sagt Margret Zihla und schmunzelt. Mit viel Geduld gewannen die beiden Hundefreunde das Vertrauen der extrem ängstlichen Mindy. Heute ist das Tier lediglich gegenüber Fremden noch ein wenig zurückhaltend.

Chance für Pinscher-Mix Coco

2017 – zwei Jahre später – starb auch die zweite Mopsdame. Das war wohl die Chance für Pinscher-Mix Coco (3) – einen Straßenhund aus Spanien, der in der WDR-Sendung ein Zuhause suchte. „Wir dachten, der passt ganz wunderbar in unsere Familie“, erklärt Margret Zihla. Mit Coco stellte sich das Ehepaar erneut einer schwierigen Aufgabe. Denn der kleine quirlige Hund litt unter einem Trauma: Nachts bereitete er seinen Besitzern mit stundenlangen Knurr- und Bellattacken schlaflose Nächte. „Wir glauben, dass er früher seinen Schlafplatz auf der Straße verteidigen musste“, vermutet Reinhold Zihla.

Ende eines Traumas

Mit Hilfe einer Tier-Verhaltenstherapeutin gelang es schließlich, den Hund auch nachts zur Ruhe zu bringen. Coco bekommt bis heute Bachblüten und trägt ein Pheromon-Halsband, das den Duftstoff, den Welpen beim Muttertier wahrnehmen, ausströmt. Den Durchbruch brachte auch eine kleine Hundehütte, in die sich der Pinscher-Mix jetzt nachts zurückzieht. Die Zihlas sind stolz: „Coco ist inzwischen ein ausgeschlafener Hund.“

Bei dem Ehepaar stehen die Vierbeiner im Mittelpunkt. „Sie geben einem so viel“, ist man sich einig. Reinhold Zihla ist sicher: „Wir haben das Gefühl, dass sie hier sehr glücklich sind.“ Das zeigt sich auch beim Spaziergang. Alle drei Hunde sind sozialverträglich und ausgeglichen, toben gerne mit anderen Hunden.

Plädoyer für Hunde aus dem Tierheim

Margret und Reinhold Zihla sind von den Hunden aus dem Tierschutz überzeugt. „Wir brauchen keine Rassehunde mehr“, sagen sie. Die Tierheime seien voll von fantastischen Hunden. Ihnen noch ein gutes Leben zu bereiten, ist den Zihlas wichtig: „Und man bekommt ganz viel zurück.“ Ein Leben ohne Hunde? Undenkbar. Sonntagsabends aber, wenn Margret Zihla Fernsehen schaut, muss ihr Ehemann sie ab und zu dennoch erinnern: „Wir haben schon drei Hunde, das muss reichen.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Taxifahren wird in Haltern teurer

Tarife um bis zu acht Prozent angehoben

Haltern Die Taxitarife werden im Kreis Recklinghausen angehoben, im Tagbetrieb um 8, im Nachtbetrieb um 6,4 Prozent. Das hat der Kreistag auf seiner letzten Sitzung beschlossen. Ein Halterner Taxiunternehmer sagt: „Die Erhöhung liegt durchaus im üblichen Rahmen.“mehr...

Evangelische Gemeinde feiert Musical-Premiere

Brandaktuelle Themen beim Kindermusical in Haltern

HALTERN Bereits zum dritten Mal wurde am Samstagnachmittag das Halterner Paul-Gerhard-Haus zum Musicaltreffpunkt. Unter der Leitung von Diakonin Karolin Wengerek führte die evangelische Kirchengemeinde das Kindermusical „Bartimäus, ein wunderbarer Augenblick“ auf.mehr...

Spiel- und Malaktionen und Dank an Leiterin

Familienzentrum Conzeallee feierte 25. Geburtstag

HALTERN. An den Spiel- und Malaktionen hatten die Kinder sichtlich Spaß. Zum 25. Geburtstag des Familienzentrums Conzeallee gab es auch Dankesreden an die scheidende Leiterin Annegret Keller-Weimann.mehr...

Spannender Wettkampf in Flaesheim

Boule-Spieler kämpften um den Stadtmeister-Titel

FLAESHEIM. Zwölf Teams haben sich bei den Boule-Stadtmeisterschaften einen spannenden Wettkampf geliefert. Besonders das Finale war hochklassig.mehr...

Schützengemeinschaft hat zwei Tage lang viel Spaß

Moritz Schrief ist neuer König in der Freiheit

Lippramsdorf „Die Freiheiter wissen, wie man einen Vogel abschießt“, applaudierte Bürgermeister Bodo Klimpel der Schützengemeinschaft. Nach gut zwei Stunden und 562 Schuss fiel „Annemi“: Moritz Schrief war der Überraschungskönig.mehr...

rnHalterner Fußballvereine kämpfen um den Nachwuchs

Immer weniger Kinder spielen im Verein

Haltern Fußball ist und bleibt der beliebteste Sport der Deutschen, doch an der Basis bröckelt es so langsam. Die Zahl der Mannschaften geht nicht nur deutschlandweit zurück, auch in Haltern spielen immer weniger Kinder Fußball.mehr...