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22-Jähriger hat Blutkrebs

Nur Stammzelltransplantation kann Kevin retten

HALTERN Der 22-jährige Kevin aus Hamm-Bossendorf leidet an Blutkrebs. Nur eine Stammzelltransplantation kann sein Leben retten. Bislang aber wurde weltweit kein passender Spender für ihn gefunden.

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Der 22-jährige Kevin (Nachname der Redaktion bekannt) aus Hamm-Bossendorf leidet an Blutkrebs.

Für die Typisierung wird eine kleine Menge Blut abgenommen. Ein Augenblick, der Kevins Leben retten könnte.

Deshalb öffnet die LWL-Klinik in der Haard am 21. Juni ihren Festsaal für eine Typisierungsaktion. Seine Familie und die Arbeitskollegen von Kevins Mutter, die in der Klinik tätig ist, organisieren diese Aktion gemeinsam mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) in Köln. Auch die Stadt Haltern hat Hilfe zugesagt.

Nicola Wenderoth von der DKMS ist verantwortlich für die Durchführung. Sie appelliert an die Halterner: „Bitte helfen Sie und lassen sich als Stammzellspender registrieren. Vielleicht können Sie Kevins oder das Leben eines anderen Blutkrebspatienten retten.“ Die Schirmherrschaft übernehmen am 21. Juni Bürgermeister Bodo Klimpel und Landrat Cay Süberkrüb.

Kraftlos und schlapp

Kevins Leidensgeschichte fing Ende 2014 an. Der Maschinenbau-Student und Hobby-Fußballer fühlte sich kraftlos und schlapp – was er zunächst auf seinen Klausurenstress zurückführte. „Es war ein schleichender Prozess bis zur Diagnose“, beschreibt das seine Mutter Andrea. Nach einer Blutuntersuchung bekommt Kevin im März eine niederschmetternde Diagnose: Blutkrebs. Gerade hat der 22-Jährige seine zweite Chemotherapie hinter sich. „Problematisch ist, dass Kevin nicht alle Medikamente vertragen kann“, sagt seine Mutter.

Die behandelnden Ärzte in der Universitätsklinik Essen haben ihm eröffnet, dass er nur überlebt, wenn es irgendwo einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen im Blut gibt, der zu einer Stammzellspende bereit ist. Nicola Wenderoth: „In der Familie kommt niemand in Frage, auch seine 17-jährige Schwester nicht, und die weltweite Suche nach einem Spender war bislang erfolglos.“ Deshalb bittet sie dringend, dem Aufruf zur Typisierung zu folgen.

Flyer verteilt

In der Haardklinik und in Haltern werden inzwischen Flyer mit Hinweis auf die Aktion verteilt. Auch über Facebook verbreitet sich die Nachricht. „Wichtig ist, dass sich junge, gesunde Menschen melden“, betont Nicola Wenderoth. Bürgermeister Bodo Klimpel als Schirmherr legt den Halternern die Aktion dringend ans Herz.

Er selbst ließ sich im November 2013 typisieren, als in Hullern ein Stammzellspender für den 3-jährigen Samuel gesucht wurde. Einen Monat später erlag der kleine Junge nach einem Infekt seiner schweren Erkrankung. Kevins Eltern setzen alle Hoffnung in den Termin am 21. Juni: „Wenn ein Spender gefunden würde, wäre das ein Traum!“ 

* Nachname der Redaktion bekannt




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