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Werksleiter ärgert sich

Quadfahrer ärgern Quarzwerke

HALTERN Sie donnern mit ihren Quads und Motocross-Maschinen durch die Landschaft. Sie suchen offenbar nach der ultimativen Herausforderung in schwierigem Terrain - auch dort, wo es verboten ist.

Quadfahrer ärgern Quarzwerke

Diese Spuren sind für Holger Gerling ein Ärgernis. Rücksichtslose Quadfahrer haben sie hinterlassen - dass die sich selbst mit ihren Spritztouren in Gefahr begeben, ist ihnen offenbar nicht klar.

Die Herausforderung finden sie an den Silberseen I und II. Immer wieder dringen Unbekannte in das eingezäunte Gelände der Quarzwerke GmbH ein. Das ist nicht nur verboten, sondern auch höchst gefährlich, sagt der Halterner Werksleiter Holger Gerling. Am Dienstag war es mal wieder soweit. Holger Gerling war mit seinem Auto an den Seen unterwegs. Er entdeckte frische Reifenspuren – Quads, ärgerte er sich. Der 57-Jährige suchte weiter und fand einen durchtrennten Stacheldrahtzaun. Nichts Neues. Aber immer wieder frustrierend. In diesem Fall besonders ärgerlich: Die unbekannten Fahrer rasten mit ihren Maschinen durch die jungen Pflanzen am Ufer. Diese dienen der Renaturierung am Silbersee II.

Das Durchtrennen des Zauns und die zerstörten Pflanzen sind nach Ansicht des Werksleiters Sachbeschädigung. Das ist die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite steht die Gefahr: Denn an den Bereichen direkt am Ufer drohen kleine Erdrutsche. Diese entstehen durch ausgespülte Hohlräume. „Schwachzonen“ heißt das in der Sprache der Quarzwerke-Arbeiter. Für jeden, der die Bereiche nicht kennt, bedeute das höchste Gefahr verschüttet zu werden. Zur Anzeige hat Gerling den aktuellen Fall nicht gebracht. „Das ist vergebene Liebesmühe“, sagt er. Zu gering seien die Aussichten, die Täter zu überführen. Der Werksleiter appelliert lieber an die Vernunft der Fahrer. Der Ärger auf dem Werksgelände in Haltern ist nach Aussage von Britta Franzheim, Unternehmenssprecherin der Quarzwerke GmbH, nur ein Einzelfall. Eine Idee, wie man den dreisten Fahrern beikommen kann, hat der Halterner Werksleiter indes nicht. „Das ist Aufgabe der Polizei“, sagt Gerling.

Dabei weiß er um die Schwere der Aufgabe. Die Fahrer steuern ihre Quads nicht regelmäßig durch das Gelände. Sie in dem weitläufigen und anspruchsvollen Terrain auf frischer Tat zu ertappen, ist purer Zufall. Dennoch setzen die Quarzwerke einen mobilen Wachdienst ein. Doch dieser sei, so Gerling, in seinen Möglichkeiten eingeschränkt. Denn in den Autos sei das Wachpersonal längst nicht so wendig und flexibel, wie die Piloten der Geländemaschinen. Bei einem örtlichen Quad-Verleiher sichert man sich gegen den Missbrauch der Maschinen ab. Im Mietvertrag sei geregelt, dass die Quads nur auf der Straße fahren dürfen. Die Polizei konnte am Mittwoch aus Zeitgründen keine Angaben zu den Vorfällen machen.

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