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Trotz Rollstuhls ins Zeltlager

HALTERN Zwei Wochen begleitete der Zivildienstleistende der Halterner Caritas, Lukas Bußmann, den Dorstener Rollstuhlfahrer Tobias Grave bei seinem Pfadfinder-Sommerlager in Kragenäs an der schwedischen Westküste.

Trotz Rollstuhls ins Zeltlager

Bastian, Felix, Lukas (v.l.) und Tobias teilten sich ein Zelt.

„Ohne Lukas hätte ich nicht mitfahren können“, freut sich Tobias Grave, dass sein sehnlicher Wunsch, einnmal an einem mehrwöchigen Sommerlager teilnehmen zu können, endlich in Erfüllung gehen konnte. Vor zehn Jahren war der nunmehr fast 21-Jährige als Wölfling beim Stamm St. Agatha Dorsten eingetreten. Mittlerweile hat er sich bis zum Rover hochgearbeitet. Rucksäcke gepackt Mit der Unterstützung seiner Eltern war es ihm zwar möglich, an zwei-, bis dreitägigen Zeltfreizeiten, wie z.B. dem traditionellen Pfingstlager teil zu nehmen, doch wenn seine Pfadfinderkumpel in großer Vorfreude ihre Rucksäcke für das jährliche Sommerlager schnürten, musste Tobi jedesmal passen. Schönes Schweden

In diesem Jahr hätte Tobias der Zwangsverzicht besonders hart getroffen, lag das verlockende Ziel der diesjährigen Sommerfreizeit doch im schönen Schweden, an der Westküste im Göteborgdistrict. „Da möchte ich so gerne mitfahren“, besprach er mit seinen Eltern, die sich daraufhin erfolgreich an den Caritas-Verband Haltern wandten. Alles schon gelernt Umgang und Pflege mit dem Dorstener Rollstuhlfahrer konnten Lukas nicht schrecken: „Das habe ich alles während meiner Zivilarbeit gelernt“, packte der Halterner die Aufgaben zuversichtlich an. Doch erst einmal musste er seinen Schützling kennenlernen und bingo! „Wir mochten uns auf Anhieb leiden“, bestätigen beide die Sympathie auf den ersten Blick. Ferienpremiere ein voller Erfolg Wen wundert´s da, dass die Freizeitpremiere sowohl für Tobias als auch Lukas ein voller Erfolg wurde. Schwedens Sonne zeigte von zwölf der vierzehn Tage ihr strahlendes Gesicht. Schwimmen im Meer, Spiele auf dem wunderschön gelegenen Lagerplatz, Ausflüge in die Umgebung und nach Göteborg, selbst das Kanufahren wurde Tobi dank der Mithilfe seiner Freunde möglich gemacht.Echt süß Als sich Tobias am letzten Tag in einer spontanen Rede ganz herzlich bei seinen Pfadfinderfreunden, vor allem auch bei „seinem Zivi“, für die Hilfe bedankte, blieb Lukas nicht unbewegt: „Das war echt süß von ihm“, weiß er, dass er das Richtige getan hat.

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