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Wanderfalken nisten am Halterner Sixtus-Kirchturm

Vögel nutzen extra gebauten Nistkasten

Haltern Wanderfalken haben sich in einem Kasten an der Sixtus-Kirche niedergelassen. Der Bestand dieser Art ist so hoch wie nie. Andere Falken sind jedoch bedroht.

Vögel nutzen extra gebauten Nistkasten

Die weißen Flecken sind Farbe, die vortäuschen sollen, dass hier schon einmal gebrütet wurde. Foto: Patrick Radtke

Vor zweieinhalb Jahren hat der Natur- und Vogelschutzverein einen selbst gebauten Nistkasten für Wanderfalken am Turm der Sixtus-Kirche angebracht. Nun trägt diese Arbeit Früchte: „Das Konzept ist voll aufgegangen“, sagt Dr. Markus Holt vom Verein. Die Falken haben den Nistkasten angenommen. Dies hat positive Folgen. Da der Wanderfalke „sich von Vögeln ernährt, übt er starken Druck auf die verwilderten Haustauben aus. Er ist somit die natürlichste und preiswerteste Taubenabwehr“, so Dr. Holt, der zu Beginn der Aktion davon berichtete, dass Wildtauben und Dohlen immer wieder für Beschädigungen und Beeinträchtigungen am Kirchturm gesorgt und somit steigende Sanierungskosten verursacht hatten. Dieses Problem hat sich mittlerweile erledigt: „Einige Gebäudeschäden und verstopfte Regenrinnen durch Straßentauben, die jetzt am Gebäude selbst nicht mehr vorhanden sind, wurden eingedämmt“, sagt Dr. Holt.

Konflikte mit Brieftauben sind möglich

Aktuell lassen sich an der Sixtus-Kirche Wanderfalken, die ausschließlich im Flug jagen, beobachten – sehr zur Freude von Niels Ribbrock von der Biologischen Station des Kreises Recklinghausen. „In den vergangenen zwanzig Jahren haben die Wanderfalken in NRW starke Unterstützung durch den Naturschutz bekommen. Die Bestände sind so hoch, wie sie noch nie waren. Die Tiere haben die Nistkästen grandios angenommen. Das ist eine Erfolgsgeschichte“, so Ribbrock. Allerdings gebe es durchaus auch Konflikte mit Brieftauben.

Turmfalken sind hingegen bedroht

Anders sieht die Situation beim Turmfalken aus, der im Gegensatz zum grauen Wanderfalken ein eher braunes Gefieder hat. „Er nutzt auch Gebäudestrukturen zum Brüten, hat aber rückläufige Bestände im Kreis Recklinghausen. Das liegt daran, dass viele Gebäude und gerade auch Kirchtürme in den vergangenen Jahren restauriert wurden und daher nicht mehr zugänglich sind. Es gibt Bemühungen der ornithologischen Arbeitsgemeinschaft, zu prüfen, wo es überhaupt noch Turmfalken gibt“, sagt Ribbrock. Eine ähnliche Initiative wie bei den Wanderfalken wäre löblich. Allerdings: „An benachbarten Türmen wird dies nicht funktionieren, da der Wanderfalke ein bisschen größer ist und eine Bedrohung für den Turmfalken darstellt. Die gehen sich aus dem Weg“, erklärt Ribbrock.

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