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Google-Auto macht Aufnahmen in Haltern am See

Straßen und Geschäfte werden in Haltern gefilmt

Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland große Diskussionen um den Google-Dienst Street View, der Millionen Fotos von Straßen im Internet anbietet. In Haltern sind in diesen Tagen wieder Kamera-Autos von Google unterwegs. Das Unternehmen erklärt, was mit den Aufnahmen passiert.

HALTERN

von Kevin Kindel

, 05.06.2018
Google-Auto macht Aufnahmen in Haltern am See

Zwischen Sythen und Lavesum war dieser Google-Wagen unterwegs. © Markus Holtrichter

Verschiedene Facebook-Nutzer haben in den vergangenen Tagen Autos mit 360-Grad-Kameras auf dem Dach in Haltern am See beobachtet. Ende Mai war ein Wagen mit der Aufschrift „Google Maps“ in Lippramsdorf unterwegs, berichtet etwa der Anwohner Jörg Banach. Anfang Juni hat Markus Holtrichter so ein Auto am Drügen Pütt in Sythen gesichtet.

Seit dem Jahr 2010 gibt es in ganz Deutschland eine große Diskussion über den Google-Dienst „Street View“. Datenschützer protestieren gegen die unzähligen Fotos von Straßen, auf denen Autos, Fußgänger und Blicke in Wohnungen zu sehen sind. Einige Bereiche wurden daraufhin verpixelt, nur ein paar Ruhrgebietsstädte sind mit dem Dienst aktuell digital zu erkunden. Die Niederlande sind wie fast ganz Europa flächendeckend in Street View vertreten, Deutschland und Österreich bilden weitestgehend einen großen weißen Fleck auf der Street-View-Europakarte.

Zu den aktuellen Fahrten in Haltern erklärt Google auf Anfrage: „Die Fahrten stehen nicht in Verbindung mit Street View, sondern dienen der Verbesserung des Kartenmaterials von Google Maps.“ Um für die richtige Navigation zu sorgen, müsse man die richtigen Straßenschilder, Streckenführungen und Information über Geschäfte und „andere Orte, die von Interesse sind“ aufnehmen. „Wir haben derzeit keine Pläne, das Bildmaterial zu veröffentlichen“, betont die Google-Sprecherin. Eine zukünftige Verwendung lässt diese Aussage offen. Seit April und bis September sei man in NRW unterwegs.

Seit Mitte Mai sind auch Google-Mitarbeiter mit dem sogenannten „Trekker“ auf dem Rücken unterwegs. „Das ist ein Rucksack, ausgestattet mit einer 360-Grad-Kamera. Er wird verwendet, um beispielsweise Bilder von Fußgängerzonen aufzunehmen und somit Informationen über die dort ansässigen Geschäfte zu bekommen“, erklärt das Unternehmen.

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