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Kirchenfrust.de

Webseite sammelt Informationen unzufriedener Kirchgänger

HALTERN Enttäuscht von Kirche und Amtsträgern? Pfarrer Frank Maibaum aus Dorsten sammelt Beschwerden und veröffentlicht sie auf seiner vor zwei Tagen frei geschalteten Internet-Seite "kirchenfrust.de". Erstes Thema ist die verunglückte Brautmesse in St. Sixtus.

Webseite sammelt Informationen unzufriedener Kirchgänger

Pfarrer Maibaum.

„Mich erreichen fast täglich Mails, in denen Menschen sich durch Handlungen der Kirche verletzt fühlen“, sagt der 64-jährige evangelische Pfarrer. Ihnen bietet er nun eine Plattform, frustrierende Erfahrungen öffentlich zu äußern und sie mit anderen Menschen zu teilen. „Ich verbinde damit die Hoffnung, das Gefühl der Hilflosigkeit verringern und kirchliche Amtsträger bewegen zu können, ihren Blick mehr zu den Menschen zu richten.“ Dass er Türen öffnet, beweisen 3000 Klicks auf sein Internet-Portal täglich.So kontrovers wie in der Halterner Öffentlichkeit wird auch im Internet weltweit diskutiert. Die Reaktionen reichen von „wie kann ein Pfarrer so fies sein und den Leuten die ganze Feier verderben!“ bis hin zu „aus katholischer Sicht völlig korrekt und nur konsequent.“ Pfarrer Maibaum selbst kann aus theologischer Sicht die Entscheidung von Pfarrer Heio Weishaupt, die Trauung ohne Eucharistiefeier zu beenden, verstehen. „Aber ich selber hätte anders entschieden.“ Der Dorstener Pfarrer (im Ruhestand) hätte mit der Zwischenbemerkung unterbrochen, doch bitte in Gemeinschaft das Hochzeitsfest zu feiern. Der Abbruch sei schon ein Einzelfall. Er müsse unbedingt in den kirchlichen Konferenzen diskutiert werden. „Wir müssen reden, damit Hoffnungen nicht enttäuscht werden.“

Manchmal, das wiederum führt Frank Maibaum auch an, verkomme eine Hochzeit zu einem Spektakel, bei dem es nur um gute Bilder und die Show, weniger um die Liturgie gehe. „Aber grundsätzlich fühlen sich manche Christen allein gelassen. Kirche ist dazu da, zu helfen.“   

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