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Nach Feuer im Bergmannsheil

Wie sieht es mit dem Brandschutz im Sixtus-Hospital aus?

HALTERN Zwei Wochen ist es her, dass im Bergmannsheil in Bochum ein Großfeuer ausbrach, bei dem zwei Menschen starben und zahlreiche Menschen verletzt wurden. Kann so ein Brand auch im St.-Sixtus-Hospital in Haltern passieren und sich derart ausbreiten? Wir haben nachgefragt.

Wie sieht es mit dem Brandschutz im Sixtus-Hospital aus?

Luftbild Sixtuskrankenhaus

„Diese Frage haben wir uns natürlich nach dem Brand selbst gestellt und überlegt, ob wir alles getan haben, um hier so etwas zu verhindern“, sagt Geschäftsführer Norbert Fockenberg. „Wir wissen auf jeden Fall, dass wir alle gesetzlichen Vorschriften einhalten und alles Mögliche tun, um auf der sicheren Seite zu sein“, so das Fazit.

Ein ganzes Bündel von technischen und organisatorischen Maßnahmen gehöre dazu, erklärt der technische Leiter und Brandschutzbeauftragte Harald Hauke und nennt Beispiele: „Die Brandmeldeanlage des Hauses ist mit allen Meldern, die schon fast flächendeckend im Haus angebracht sind, und Druckknöpfen gekoppelt. Wenn einer ausgelöst wird, wird direkt die Feuerwehr alarmiert.“ Rund 200 Feuerlöscher seien überall im St.-Sixtus-Hospital verteilt.

Kontinuierliche Prüfung

Es gebe Rauchabzüge im Treppenhaus, die Rauch aus dem Inneren des Gebäudes nach außen ableiten können. Außerdem werde im Brandfall automatisch die Lüftungsanlage in den Zimmern ausgestellt, damit keine frische Luft mehr hineinkomme und das Feuer weiter entfachen könne. Auch eine Sicherheitsstromversorgung gebe es, damit niemand beim Stromausfall im Dunkeln den Ausgang suchen muss. Brandabschnitte seien durch Brandschutztüren begrenzt: „Diese fallen automatisch zu, wenn ein Alarm ausgelöst wird“, erklärt Harald Hauke.

Kontinuierlich werde der Brandschutz überprüft. „Die Zimmer werden derzeit alle auf den neuesten Stand gebracht, Kabel und Fernseher ausgetauscht. Im April nächsten Jahres soll diese Maßnahme abgeschlossen sein“, sagt Hauke. Dann habe auch jedes Patientenzimmer im Sixtus-Hospital einen Rauchmelder. Bisher sind zwei Stationen schon komplett damit ausgestattet; die anderen teilweise.

Eine Sprinkleranlage gibt es aber auch im St.-Sixtus-Hospital, ebenso wie im Bergmannsheil in Bochum, nicht. Und das sei auch gut so, finden die Verantwortlichen. Einmal, weil nicht jeder Brand mit Wasser erledigt sei. Der andere noch wichtigere Grund: „Wenn solche Sprinkleranlagen in Patientenzimmern losgehen, kann das schlimme Folgen haben und mehr schaden als nutzen“, sagt Norbert Fockenberg.

25 Schulungen im letzten Jahr

„Das Wasser kann nämlich die medizinischen Geräte schädigen, an dem intensivmedizinische Patienten hängen.“ Nach derzeitigem Entwicklungsstand gebe es keine Sprinkleranlage, die für Krankenhäuser sinnvoll seien. Zum technischen kommt im St.-Sixtus-Hospital noch der organisatorische Brandschutz. So gab es im letzten Jahr in Haltern rund 25 Brandschutz-Schulungen und seit diesem Jahr gibt es auch E-Learning-Programme, mit denen die Mitarbeiter geschult werden. „Am Brandschutz wird nicht gespart“, versichert Norbert Fockenberg.

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