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Haus Hohenstein erwacht zu neuem Leben

WITTEN Haus Hohenstein war jetzt lange genug dunkel und verschlossen. Im Januar will der Wittener Unternehmer Ajit Grewal dort mit ersten Kursen ein Gesundheitszentrum starten. 1,5 Millionen Euro investiert er in das Projekt.

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Aus der Terrasse lässt sich viel machen. Ajit Grewal wird voraussichtlich schon bald Besitzer von Haus Hohenstein sein.

Ajit Grewal (rechts) lässt den Sachverstand von Rafael Huber (v.l.), Benedikt Geßler und Jörn-Eric Martens in sein Gastronomie-Konzept für das Haus Hohenstein einfließen.

„Es gibt noch drei oder vier kleine Unstimmigkeiten, aber im nächsten Monat kann der Kaufvertrag wohl endlich abgeschlossen werden“, hofft der Investor.

Von Kursen zu gesunder Ernährung und Bewegung für Kinder ab vier Jahren bis zur Sturzprophylaxe für Senioren soll das Angebot des Gesundheitszentrums im Grünen reichen. Es wird eine Art Familienbetrieb. „Meine Frau ist Physiotherapeutin. Meine Eltern sind beide Ärzte. Sie werden sich um das Kursprogramm kümmern und auch selber Kurse leiten“, schildert Grewal. Er geht davon aus, auf dem Hohenstein 15 bis 20 neue Arbeitsplätze zu schaffen Zu Grewals Plänen zählt zudem eine Art Fitnesscenter, allerdings nicht ausgerichtet auf Muskel-, sondern auf Gesundheitstraining.

Spaziergänger sollen künftig auf dem Hohenstein wieder beim Kaffee rasten können, dafür holt sich Grewal fachmännischen Rat von den Dortmunder Wirtschaftsschulen für Hotellerie und Gaststättengewerbe (WIHOGA). Ein Team von Studierenden wird für ihn Ideen entwickeln, wie die Gastronomie im Haus künftig am besten zu nutzen ist. Sie soll zudem mit dem Gesundheitskursangebot verzahnt werden, das schon ab Januar in der ersten Etage seinen Platz findet. „Die Leute suchen einen Ort, an dem sie gut parken und schön spazieren gehen können. Dann noch Kaffee und Kuchen - das wäre doch ein guter Anfang für die Gastronomie im Haus Hohenstein“, entwickelt Hotelfachmann Rafael Huber laut seine ersten Gedanken für ein Konzept.  „Mittagessen oder Buffets für die Kursteilnehmer, das wäre doch ein Ansatzpunkt“, findet Huber.

Grewal rechnet damit, dass er in den nächsten sechs Wochen den Schlüssel fürs Haus bekommt. Dann soll es im Oktober/November schon erste gastronomische Angebote geben. Ob selbst gemachte Torten und Pralinen und/oder bodenständige Angebote wie Suppen oder Sülze mit Bratkartoffeln, das ist noch offen. In jedem Fall soll es ein ebenso kinderfreundliches wie gesundes Angebot werden. Aber nicht zu gesund: „Kein Körner-Restaurant.“

Sogar einen „naturnahen“ Kindergarten kann sich Grewal auf dem Hohenstein vorstellen: „Das kommt aber auf die Nachfrage an. Geeignete Räume gibt es im Erdgeschoss des Bettenhauses.“ Umfassende Umbauten und Renovierungen hat der künftige Hausherr bisher nicht geplant. Alles in allem sei das Haus so nutzbar, wie es dort steht. Feuchtigkeitsschäden müssten behoben und die Heizung erneuert werden. Und eine Grundreinigung ist nach vier Jahren Leerstand natürlich auch bitter nötig.

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