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Investor und Betreiber für alten Spänebunker gesucht

Hülsta Heek

Der Stillstand auf dem alten Gelände der Firma Hülsta an der B70 soll ein Ende haben: Die Gemeinde Heek sucht ab sofort einen Investor und Betreiber für neue Nutzung des hoch aufragenden Spänebunkers.

Heek

von Christiane Nitsche

, 21.06.2018
 Investor und Betreiber für alten Spänebunker gesucht

Ein Bunker, der in den Himmel ragt: 24 Meter hoch und acht Meter im Durchmesser misst der ehemalige Spänebunker, der vor dem Abriss bewahrt werden könnte, sofern sich ein Betreiber findet. © Christiane Nitsche

Kletterturm, Werbefläche, Eventcenter mit Gastronomie in luftiger Höhe – der Spänebunker am ehemaligen Hülsta-Gelände in Heek könnte künftig ein weiteres prägendes Element in der Silhouette der Gemeinde werden. Vorausgesetzt, es findet sich ein Investor und Betreiber für eine entsprechende Umnutzung. Dieser Meinung waren einstimmig die Mitglieder im Ausschuss für Planen, Bauen, Umwelt und Denkmalpflege in der Sitzung am Mittwochabend.

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Der Ausschuss hatte über die Anregung eines Bürgers zu beraten, der verhindern will, dass der 24 Meter hoch aufragende Turm gemeinsam mit den leer stehenden Hülsta-Hallen dem Erdboden gleich gemacht wird. Auf dem Tisch lagen während der Sitzung Fotomontagen, die den Turm mit seinen acht Metern Durchmesser mal als Übungsgerät fürs Sportklettern, mal hell erleuchtet als Weihnachtsdekoration, mal als überdimensionale Litfaßsäule zeigten.

Mehrwert für Heek

Grundsätzlich sei es möglich, den Turm zu erhalten und anderweitig zu nutzen, so die Einschätzung der Verwaltung. Die rechtlichen Rahmenbedingungen mit Blick auf die unmittelbare Nähe zur Bundesstraße B70 müssten indes noch geklärt werden.

Die Initiative stieß bei beiden Fraktionen auf Wohlwollen. „Es ist auf jeden Fall Klasse, dass sich Bürger Gedanken machen“, sagte Hermann-Josef Schepers (SPD). „Wenn jemand eine gute Idee hat und sich ein Investor findet, hängt es davon ab, ob wir einen Mehrwert für die Gemeinde sehen“, überlegte Mario Strehlow (CDU).

Nicht festlegen lassen wollten sich Verwaltung und Politik auf einen vorab fixierten Verkaufspreis für das betroffene Areal, wie zunächst von Schepers gefordert. „Das würde dann davon abhängen, was es wird“, erklärte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff. Er betonte, dass der Turm nur für ein langfristig tragfähiges Konzept mit Betreiber erhalten werden könne. Ansonsten verwies Weilinghoff auf die bereits verabredete Spannbreite bei den Quadratmeterpreisen, die in nichtöffentlicher Sitzung für den Verkauf des Hülsta-Areals beschlossen worden waren: „Es macht einen Unterschied, ob jemand den Turm als Werbefläche nutzen will, oben ein Restaurant entsteht oder ob jemand einen Kletterturm draus machen will.“

Konzept gefragt

Die Verwaltung wurde schließlich einstimmig beauftragt, einen Betreiber mit einem langfristig tragbaren Konzept zu suchen und davon ausgehend einen Preisvorschlag zu machen.

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