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Umweltausschuss streitet über Blühstreifen

Blühende Landschaften

Heek Die Gemeinde Heek will kostenlos Saatgut ausgeben und ein Konzept für Blühstreifen erstellen. Einigkeit im Ausschuss gab es erst nach längerer Diskussion.

Blühende Landschaften

Im Stiegenpark wartet die gerodete Fläche noch darauf, eine blühende Landschaft zu werden. Foto: Christiane Nitsche

Das mit den Blumen und Bienen lernt jedes Kind. Darum herrschte auch schnell Einigkeit im Heeker Umweltausschuss, dass es eine gute Idee ist, mit Blühwiesen und Blühstreifen den Lebensraum für Bienen zu verbessern. Über das Wie und Wann allerdings gerieten SPD und CDU in Streit.

Hintergrund: Die SPD hatte kurzfristig einen Antrag auf die Tagesordnung setzen lassen, mit dem sie die Gemeinde dazu bewegen wollte, kostenlos Blumensaaten auszugeben, um die Bürgerschaft zu animieren, für mehr Vielfalt in der Blütenauswahl zu schaffen. Auch brachliegende oder unbebaute Grundstücke könnten auf diese Weise aufgewertet werden.

Arbeitsgruppe gründen

„Das ist im Prinzip eine gute Idee“, fand Jörg Rosery (CDU), „aber für uns so schnell nicht umsetzbar.“ Sein Vorschlag: Eine Arbeitsgruppe gründen und das Ganze „für nächstes Jahr ins Auge fassen“.

Protest bei der SPD: „Wir sollten das nicht verwässern und auf die lange Bank schieben“, sagte Stefan Amshoff, der als sachkundiger Bürger für die SPD-Fraktion im Ausschuss sitzt. Die Idee sei als Angebot und Ansporn zu verstehen. „Das ist unkompliziert“, meinte Amshoff. „Das müssen wir gar nicht von oben herab diktieren.“ Das Thema Bienen sei in aller Munde. „Allmählich ist es Zeit, dass wir da vorankommen und ein Signal setzen.“

Die SPD-Fraktion sähe die Gemeinde da gern in einer Vorreiterrolle, erklärte Hermann-Josef Schepers (SPD). „Lasst uns einfach klein anfangen“, appellierte er an die Ausschusskollegen.

Blüh- statt Grünstreifen

Bei der CDU gab es aber noch andere Bedenken: „Die Verwaltung hat so viele Aufträge von uns“, mahnte der Ausschussvorsitzende Franz Epping (CDU). Er befürchtete eine Überlastung des Bauhofs – genau wie sein Fraktionskollege Mario Strehlow: „Ich glaube nicht, dass wir zurzeit das Potenzial haben.“ Dabei hat die Gemeinde das Thema längst auf der Agenda, wie Nachfragen bei Bauamtsleiter Herbert Gausling ergaben. „Wir werden an der Stiege kurzfristig eine Blumenwiese einsäen“, erklärte er. Außerdem stünden Flächen in Heek-West, am Regenrückhaltebecken, an der A31 und an der Benzstraße auf dem Plan. „Wir wollen insgesamt über einen Hektar einsäen“, sagte Gausling. „Privatleute können das nicht“, gab er zu bedenken.

Offensichtlich war der Antrag der SPD nicht von allen gleich verstanden worden, was schließlich auch von CDU-Seite moniert wurde. „Es geht nur darum, dass die Leute Saatgut mitbestellen können, wenn der Bauhof bestellt“, klärte Hermann-Josef Schepers auf. Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff plädierte dafür, „das eine zu tun, ohne das andere zu lassen.“ Will heißen: Die Bürger sollen auf Wunsch kostenlos Blumensaatgut bekommen, eine Arbeitsgruppe soll ein Konzept für „Blühstreifen statt Grünstreifen“ erstellen. Damit waren alle einverstanden.

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