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Doppelte Hilfe

Erstmals Typisierung bei Blutspende in Heek

HEEK. Blutspenden ist eine gute Sache. Wer sein Blut spendet, kann Menschen helfen. In Heek ist das Deutsche Rote Kreuz jetzt noch einen Schritt weitergegangen: Zum zweiten Mal konnten sich die Spender auch gleich typisieren lassen.

Erstmals Typisierung bei Blutspende in Heek

Emma Münstermann (l.) begleitet ihre Freundin zur Blutspende. Sie hat schon vor einer Woche gespendet und ist zur Typsierung gekommen. Foto: Amira Rajab

"Blutspenden ist wichtig und rettet Leben", betont Gudrun Schiller, zweite Vorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes Nienborg-Heek (DRK). Solange die Blutgruppe stimmt, kann eine Blutspende an jegliche Erkrankte oder Verletzte weitergegeben werden. "Das ist heutzutage ein gut ausgebautes System", sagt auch die Ärztin Cora Bäumer.

Wird Blut für einen Verletzten oder Erkrankten benötigt, stehen dank regelmäßiger Blutspenden aus der Bevölkerung genügend Reserven zur Verfügung. Ein möglicher Verlust des Lebenssafts kann daher in den meisten Fällen durch Blutspenden ausgeglichen werden.

Problemfall Leukämie

Schwieriger ist der Fall Leukämie. "Eine einfache Blutspende, kann den Krebs nicht besiegen", weiß auch Erich Prezewowsky von der Stefan-Morsch-Stiftung. Schon zum zweiten Mal hat sich die Stiftung in Heek der Blutspende angeschlossen, um weitere Spender für ihre Datei zu finden. "Wenn wir die Freiwilligen ansprechen, stimmen eigentlich alle auch einer Typisierung zu", sagt er. Die meisten aber müssten erst darauf gestoßen werden. "Freiwillige Spenden sind nicht so verbreitet wie beim Blutspenden", sagt Prezewowsky. Patienten, die an Leukämie erkrankt sind, benötigen aber eine Transplantation gesunder Stammzellen, damit sie ein neues blutbildendes System aufbauen können.

Einfache Typisierung

"Und da kommen wir ins Spiel", sagt Prezewowsky. Die Stefan-Morsch-Stiftung typisiert Freiwillige und nimmt sie in ihre Stammzellspenderdatei auf.

Mund auf, Watte rein, Spender sein: "Das Typisieren geht schnell und tut nicht weh", betont er. Läuft eine Typisierung gleichzeitig mit einer Blutspende, ist nicht mehr als ein weiteres Formular nötig. Die Blutspende reiche, um die Stammzellen zu ermitteln und in die Datei aufnehmen zu können.

Über 400000 mögliche Spender haben sich bei der Stiftung schon typisieren lassen. Die Wahrscheinlichkeit, daraufhin einen genetischen Zwilling zu finden ist gering, aber nicht unmöglich. Je mehr Spender sich registrieren lassen, desto höher steigen die Chancen, Menschen mit dem gleichen Genmaterial zu finden.

Gemeinsam mehr Spenden

"In Heek haben wir nun schon zum zweiten Mal die Blutspende mit einer Typisierungsaktion zusammengelegt", sagt Schiller vom DRK. Das Angebot wurde beim letzten Mal gut angenommen: . "Uns freut es natürlich, wenn wir so auch noch mehr zur Blutspenden bewegen können", sagt Schiller.

Blutspenden dürfen Spender alle 58 Tage: "Alles andere wäre unverantwortlich", betont Schiller. Typisieren lassen muss man sich hingegen nur einmal im Leben: "Wer einmal in der Datei ist, bleibt für immer registriert." Eine gute Tat, die ein Leben lang hält.Amira Rajab

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