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Freche Frauen zum Abschied in Top-Form

Heek "Das ist ja wohl das Letzte" - mit diesem doppeldeutigen Programmtitel gaben die "Fünf frechen Frauen" aus Rheine in der ausverkauften Aula der Hauptschule in Heek auf Einladung der Gemeinde Heek eine ihrer Abschiedsvorstellungen.

Freche Frauen zum Abschied  in Top-Form

<p>Köstlich: Claudia Sandkötter als Tierpsychologin. </p>

Es ist die letzte Tournee einer zwölfjährigen Erfolgsstory von fünf Frauen mit stetig wachsender, vorwiegend weiblicher Fangemeinde. In insgesamt vier Programmen haben sie Männern und auch den Frauen den Spiegel der Befindlichkeit vorgehalten.

Alle Fünf bewährten sich als gleich frech vom Solo bis zum Quintett. Sie schauten den Leuten auf den Mund, Männern wie Frauen, und vor allem dem allseits tobenden Geschlechterkampf. Die unter Frauen übliche "Stutenbissigkeit" kam dabei ebenfalls nicht zu kurz.

Zeitgeist lässt grüßen

Die nicht mehr zeitgemäße Sprache der Oma, herrlich gespielt von Gabi Grams-Mollen, verdolmetschte Bärbel Miethe als bügelnde Mutter der Tochter, schnoddrig gemimt von Claudia Sandkötter. Der 50. Geburtstag der Barbie-Puppe ließ Sandkötter in einer anderen Nummer als naiv tänzelnde Barbie-Puppe über die Bühne schweben.

Miethe und Usch Hollmann parodierten den ewigen Part der Witwen, die sich im ortsüblichen Slang aus Platt und Hochdeutsch auf dem Friedhof über die verblichenen Ehemänner und die verbliebenen Söhne im Hotel Mama austauschten.

Zeittypisch die Handy-Party, in der keine der anderen zuhörte, weil alle viel zu beschäftigt waren mit SMS und Klingeltönen. Hollmann glänzte in ihrer Paradenummer als Lisbeth, die Änne anruft, um alltäglichen Klatsch und Tratsch auszutauschen.

Schmerzlich komisch für die Gehörgänge des Publikums war ihre Rolle als Opernsängerin Johanna Heesters-Gröhlemeyer, die das altbekannte Lied "Christel von der Post" mit verändertem Text wenig harmonisch sang. Das Publikum wurde einmal mehr durch Lachsalven erschüttert.

Ultimative Talkshow

Zwischendurch begaben sich die Damen einzeln oder zu zweit auf die Suche nach der "ultimativen Talkshow" für Annette Giesen. Das Dankeslied der Operateure für die Gebrechen und Verunstaltungen der Menschheit läutete das Ende der Show ein, wenn da nicht noch die "anständigen Lieder" gewesen wären.

Rauschender Applaus belohnte für den Spiegel der alltäglichen Befindlichkeiten, der nach dem letzten Auftritt am 1. Dezember in Rheine wohl für immer blind bleiben wird. "Schade", seufzten nicht wenige Fans. emk

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