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Offene Ganztagsschule

Gemeinde plant Erleichterungen für sozialschwache Familien

HEEK Die Gemeinde Heek will einkommensschwachen Familien den Zugang zur Offenen Ganztagsschule (OGS) erleichtern. ALG II- und Wohngeldempfänger sollen künftig die Gebühren erlassen bekommen. Über welchen Weg der Förderverein die Mindereinnahmen erstattet bekommen soll, muss allerdings noch geklärt werden.

Gemeinde plant Erleichterungen für sozialschwache Familien

Spaß in der Offenen Ganztagsschule

Die Anregung kam aus dem Demographiearbeitskreis: Wie in einigen umliegenden Gemeinden sollten Empfänger von Arbeitslosengeld II und Wohngeld von den Betreuungskosten für die OGS befreit werden.

Er habe das Thema mit Vertretern der beiden OGS-Fördervereine diskutiert, erläuterte Amtsleiter Jürgen Lammers die entsprechende Beschlussvorlage der Verwaltung. "Die sagen, uns fehlen dann die Einnahmen."

3500 Euro Zusatzkosten

Etwa 2000 Euro Mindereinnahmen mache das in Heek aus, hatte die Verwaltung errechnet, 1500 Euro in Nienborg. Bisher zahlt die Gemeinde 12000 Euro pro Jahr an Zuschüssen für die OGS.

Reinhard Brunsch (SPD) regte an, die betreffenden Fälle über die ehrenamtlichen Hilfsdienste "Familie in Not" oder "Dienst am Nächsten" abzurechnen, "und dann am Jahresende den Zuschuss ausgleichen". Begründung: "Das ist wahrscheinlich besser, als wenn wir einen großen Verwaltungsaufwand betreiben."

Grundsätzlich gute Idee

Walter Niemeyer (CDU) gab zu bedenken, "ob die das handhaben können". Grundsätzlich halte er es für eine gute Idee, die Sozialstaffelung anzupassen. "Es wäre ja soziale Ausgrenzung, wenn manche Kinder, weil die Eltern sich das nicht leisten können, nicht in die OGS gehen können." Außerdem stelle sich die Frage, ob diese Änderung weitere Anmeldungen nach sich ziehen könnten: "Wie viel Kinder kommen dann eventuell noch?"

Aktuell seien die OGS-Kapazitäten sowohl in der Bischof-Martin-Schule in Nienborg als auch in der Alexander-Hegius-Schule in Heek voll ausgelastet, erklärte Lammers. "Beide OGS sind bis an die Oberkante voll."

Procedere abstimmen

Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff sagte dazu: "Die Schülerzahlen werden in Gänze zurückgehen, aber die OGS-Zahlen ansteigen." Er schlug vor, die Betreuungskosten bis auf einen Essenszuschlag von jeweils einem Euro seitens der Gemeinde zu übernehmen. Die fehlenden 1,40 Euro zum Normalpreis werden bereits aus dem Bildungs- und Teilhabepaket bezuschusst.

Die Verwaltung solle das Procedere mit "Familie in Not" und "Dienst am Nächsten" abstimmen. Dem stimmte der Ausschuss einstimmig zu. Elisabeth Voss von "Familie in Not", die als Zuschauerin dort war, zeigte grundsätzliche Bereitschaft, äußerte aber Zweifel, ob das noch zu schultern sei.

Qualitätsniveau halten

Amtsleiter Lammers erklärte im Gespräch mit der Münsterland Zeitung, dass diese Gespräche noch bevorstünden. Eine reduzierte Betreuung aufgrund von Mindereinnahmen dürfe es nicht geben. Er betonte: "Die Qualität ist das A und O."

Träger der OGS sind die Fördervereine, die mithilfe der Elternbeiträge die Betreuung organisieren. Diese Mittel werden zu 100 Prozent ausgegeben. Die Betreuungsstärke wird jedes Jahr neu mit der OGS-Leitung kalkuliert.

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