Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Erdbeerernte

So rot und süß wie selten

HEEK Im Regal stehen sie zuhauf - aber selsbt pflücken ist doch etwas ganz anderes - Erdbeeren. Wir waren auf einem Selbstpflückfeld bei

/
Nazli Ceylan Engin kennt sich mit den roten Früchtenbestens aus.

Carolin Möllers verkauft die Erdbeeren.

Laurenz schmecken die süßen Früchte bestens.

Laurenz hat alle Hände voll zu tun auf dem Erdbeerfeld: Pflücken, begutachten und reinbeißen. Zum Sammeln kommt der Vierjährige da überhaupt nicht. Heiner Möllers, der die Erdbeeren in Ahle angebaut hat, versteht den fröhlich kauenden Knirps gut. So groß, prall und aromatisch wie in diesem Jahr seien die Beeren selten: „Was da dieses Mal dran sitzt, ist wirklich enorm.“

Das empfindet Nazli Ceylan Engin ganz genauso. 2011 sei sie mit ihren Eltern auch schon auf dem Selbstpflückfeld zwischen Heek und Ahaus gewesen, erzählt die Siebenjährige, während sie im Stroh zwischen den Pflanzen hockt und mit Kennerblick rote Früchte unter dem dunkelgrünen Laub ausmacht. Ein Griff, und sie bringt eine Erdbeere zu Tage, die sie kaum mit einer Hand umschließen kann. „So groß waren die damals aber nicht“, sagt sie. „Und so süß auch nicht“, ergänzt sie und wischt sich mit dem Handrücken de roten Saft von den Lippen. Nazlis Erinnerung trügt nicht. Im vergangenen Jahr seien es tatsächlich kleinere und deutlich weniger Früchte gewesen, bestätigt Heiner Möllers. Vor sechs Jahren hatte er begonnen, zusammen mit Andre Höfting Erdeeren im großen Stil anzubauen. Inzwischen bewirtschaften die beiden Felder in Ochtrup, Gronau, Metelen, Bad Bentheim und seit vier Jahren auch in Ahle. Wer nicht selbst in die Hocke gehen will, um das gesunde Naschwerk zu pflücken, kann auch an einem der Verkaufsstände bereits gefüllte Erdbeerkartons kaufen. Möllers und Höfting beschäftigen in der Erntezeit Saisonkräfte – vor allem aus Rumänien und Polen – , die täglich pflücken. Die Obstbauern beliefern Kunden aber auch direkt – Einzelhändler, Restaurants und Hotels.

Nazli kann das nicht verstehen. Für sie, für den kleinen Laurenz und die vielen anderen Kinder in den Gassen des Feldes gibt es nichts Besseres als selbst zu pflücken. Dass die schönsten Beeren dabei ungewogen im Mund der Selbstpflücker verschwinden, gehöre eben dazu, meint Möllers lächelnd. Noch drei Wochen Seit Anfang Juni sind die Selbstpflücker-Felder geöffnet. Seitdem wachsen immer wieder rote Früchte nach – aber nicht unbegrenzt. „Ich hoffe, dass es noch drei Wochen lang gutgeht“, sagt der Landwirt, der auf seinem Hof auch noch einige Milchkühe und ein paar Mastschweine hält. Der Obstanbau sei aber eine wichtige Ergänzung. 

Laurenz dreht sich um. Der kleine Steinfurter sucht seine Mutter, findet sie in der Reihe nebenan und winkt vergnügt mit roten Früchten in den Händen. „Wir sind nur zufällig hier vorbeigekommen auf dem Rückweg von meinen Eltern in Ahaus“, erzählt die jetzt ebenfalls winkende Frau. Die spontane Entscheidung, halt zu machen, „hat sich gelohnt“.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Kindergartenkinder für Bücher begeistert

Besuch der Bücherei soll Spaß am Lesen wecken

NIENBORG Das „Bib(liotheks)fit-Projekt“ soll Kindergartenkinder spielerisch an den Umgang mit einer Bücherei heranführen. Dabei gibt es so manche Überraschung.mehr...

iPad-Klasse in Heek

Digitales Unterrichten

Heek An der Kreuzschule sollen nach Einführung der iPad-Klasse auch die Lehrer Tablets im Unterricht nutzen. Die Politiker finden das gut.mehr...

Junger Heeker spielt Posaune

Philipp Lammers ist am Zug

Heek Mit vier Jahren horchte Philipp Lammers auf, wenn beim Schützenfest die Posaune ein Solo spielte. Als er sieben war, fing er an, das Instrument zu lernen. Heute ist er 15 Jahre alt und noch immer mit Begeisterung dabei.mehr...

Neuaufbau beim Jugendrotkreuz

Engagiertes Team des DRK hat 2017 viel bewegt

HEEK. Der Ortsverein präsentierte seinen Mitgliedern eine positive Bilanz.Der Aufbau des Jugendrotkreuz und die Einrichtung eines Seniorencafé gehörten im vergangenen Jahr dazu.mehr...

Heimatverein Nienborg stellt aus

Dorfgeschichte in Bildern

Nienborg Es ist ein Blick in die eigene Kindheit, den Willi Franzbach mit seinem Bild von der Hauptstraße verbindet. Es ist eins von ungefähr 30 Ausstellungsstücken, mit denen der Heimatverein Nienborg Geschichten erzählt.mehr...