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Heeker Hospizgruppe zu Gast im Jugendhaus

Tod und Trauer sind nicht tabu

Heek Bei den Themen Tod und Trauer sind Kinder schnell überfordert. Ein Projekt mit ehrenamtlichen Hospizhelfern brachte Fünftklässlern der Kreuzschule diesen schwierigen Stoff altersgerecht näher.

Tod und Trauer sind nicht tabu

Ehrenamtliche der Hospizgruppe Heek und der Hospizbewegung Legden haben mit der Klasse 5b der Heeker Kreuzschule das Projekt „Hospiz macht Schule“ durchgeführt und dabei Themen wie Tod und Trauer aufgearbeitet. Foto: Robert Wojtasik

Ein Mädchen bewegt sich in der Hocke langsam durch das Jugendhaus Zak, seine Arme sind nach außen abgespreizt, die Unterarme nach oben angewinkelt. Mit den Händen formt es Scheren. Es dauert einen Moment, bis die Gäste im Stuhlkreis erraten, was die Fünftklässlerin da pantomimisch darstellt. „Krebs“, ruft jemand und liegt damit richtig. Allerdings geht es hier nicht um das Tier, sondern um die Krankheit, an der in Deutschland jedes Jahr rund 500.000 Menschen erkranken – und die in fast der Hälfte aller Fälle tödlich verläuft.

Die Pantomime-Performance ist Teil des Projekts „Hospiz macht Schule“, das Ehrenamtliche der Hospizgruppe Heek und des Hospizvereins Legden gemeinsam mit der Klasse 5b der Kreuzschule durchgeführt haben. An drei Tagen setzten sich die Schüler in altersgerechter Weise mit den Themen „Werden und Vergehen“, „Krankheit und Leid“, Sterben und Tod“, „Traurigsein“ sowie „Trost und Trösten“ auseinander.

Kinder oft hilflos

Kinder seien bei diesen Themen oft hilflos, sagt Gabi Helling von der Hospizgruppe. „Wir halten es für notwendig, dass Kinder lernen, wie mit Trauer und Tod umgegangen werden kann.“ Das Projekt habe zum Ziel, Kinder in diesen Bereichen sprach- und handlungsfähig zu machen. Das könne beispielsweise auch schon helfen, wenn das Haustier eines Freundes plötzlich verstorben ist.

Unter Aufsicht der Ehrenamtlichen und ihrer Lehrer arbeiteten die Schüler in Kleingruppen mit Geschichten, Bildern, darstellendem Spiel und Filmausschnitten. Sie erstellten Fotocollagen, schrieben auf helle und dunkle Wolken, was sie glücklich beziehungsweise traurig macht und malten Bilder mit aufmunternden Botschaften als Geschenk für Hospizbewohner. Am letzten Tag überlegten die Schüler, wie sie künftig in der Schule mit diesen schwierigen Themen umgehen wollen und schrieben Handlungsempfehlungen auf eine Leinwand, die künftig den Klassenraum schmückt.

„Das Thema ist schon hart“, sagte Lehrer Rafael Maiwald. „Aber es betrifft die Kinder ja trotzdem. Wir haben das Angebot dankbar angenommen.“

„Hospiz macht Schule“ ist ein bundesweites Projekt, das von zuvor befähigten Ehrenamtlichen aus örtlichen Hospizgruppen in Kooperation mit Schulen durchgeführt wird.

2006 wurde das Projekt von einer Arbeitsgruppe entwickelt, die von der Hospizbewegung Düren koordiniert wurde.

Seit 2007 wird das Projekt von der Bundes-Hospiz-Akademie in Wuppertal unterstützt und weiterentwickelt. Die Akademie hat einen Ausbildungsstandard für alle Projektaktiven entwickelt.

Kindern soll vermittelt werden, dass Leben und Sterben untrennbar zusammenhängen. Die Themen werden sach- und altersgerecht vermittelt.
www.hospizmachtschule.de

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